Portulak
Portulaca oleracea
Auch bekannt als: Burzelkraut, Postelein, Bürzelkohl, Gemüseportulak, Sommerportulak, Portulaca
Portulak ist ein saftig-fleischiges Blattgemüse aus warmen Regionen, das reich an Alpha-Linolensäure ist, einer pflanzlichen Omega-3-Fettsäure. Das leicht säuerliche, nussige Kraut liefert außerdem Vitamin C und Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium und wird meist roh in Salaten verwendet. Menschen mit Nierensteinen sollten wegen des enthaltenen Oxalats vorsichtig sein. In normalen Portionen ist Portulak eine unkomplizierte, nährstoffreiche Ergänzung der Küche.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 169274, Stand 2026-08-28
Nachhaltigkeit
Portulak ist äußerst genügsam, wächst oft wild und benötigt kaum Ressourcen im Anbau.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Enthält Oxalsäure, die bei Nierensteinen problematisch sein kann.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Die Alpha-Linolensäure macht Portulak zu einem der wenigen Blattgemüse mit nennenswertem Omega-3-Gehalt – der Körper kann diese pflanzliche Form allerdings schlechter verwerten als die aus fettem Fisch. Den enthaltenen Betalainen und Flavonoiden wird eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung zugeschrieben, die zur Herzgesundheit beitragen soll. In Mittelmeerländern gilt Portulak seit der Antike als fester Bestandteil der Küche, in Mitteleuropa wird er dagegen meist als Unkraut übersehen.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Portulak als kühlendes Kraut mit saurem und salzigem Geschmack klassifiziert. Die Pflanze kühlt Hitze im Körper und leitet Feuchtigkeit aus, besonders bei Hitzezuständen der Leber. Portulak wird traditionell zur Unterstützung der Entgiftung und bei Hautproblemen eingesetzt. Die kühlende Wirkung macht ihn besonders geeignet für Menschen mit Yang-Überschuss oder Hitze-Konstitution.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Frischen Portulak an den fleischigen, prallen Blättern erkennen - welke oder gelbliche Stellen meiden
- Im Bioladen oder auf Wochenmärkten nach wildem Portulak fragen, der oft intensiver im Geschmack ist
- Selbst anbauen ist einfach: Portulak wächst problemlos im Garten oder Balkonkasten
- Ungewaschenen Portulak im Kühlschrank maximal 3-4 Tage aufbewahren, da er schnell welkt
Passt zu
Häufige Fragen
Wie viel Omega-3 steckt wirklich in Portulak?
Portulak enthält Alpha-Linolensäure, eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Der Körper kann diese pflanzliche Omega-3-Form allerdings nicht so gut verwerten wie die aus Fisch.
Kann man Portulak roh essen?
Ja, Portulak schmeckt roh sogar am besten. Die fleischigen Blätter und Stängel haben eine knackige Konsistenz und eignen sich hervorragend für Salate oder als Brotbelag.
Ist Portulak gefährlich wegen der Oxalate?
Für gesunde Menschen ist Portulak unbedenklich. Personen mit Nierensteinen oder erhöhtem Oxalsäure-Risiko sollten größere Mengen meiden. Gelegentlicher Verzehr in normalen Portionen ist aber auch dann meist kein Problem.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.