Sauerampfer
Rumex acetosa
Auch bekannt als: Großer Sauerampfer, Wiesen-Sauerampfer, Wiesensauerampfer, Sauerlump, Suurampfere, Blacke, Essigkraut
Sauerampfer ist ein Wildkraut mit erfrischend säuerlichem Geschmack, das reich an Vitamin C ist und Flavonoide enthält. Wegen des enthaltenen Oxalsäuregehalts sollten Menschen mit Nierensteinen oder empfindlichem Magen vorsichtig sein. In kleinen Mengen als Würzkraut verwendet, bereichert Sauerampfer den Speiseplan mit einer erfrischend säuerlichen Note, die an Zitrone erinnert.
Nährstoffprofil · unverifiziert (je 100 g)
Nährwerte nicht extern verifiziert.
Nachhaltigkeit
Sauerampfer wächst wild oder kann im Garten angebaut werden und benötigt kaum Pflege oder Düngung.
Saisonkalender
Gefahren
- Oxalsäure-Gehalt
- Nierensteine
Warnhinweise
- Sauerampfer enthält hohe Mengen an Oxalsäure, die bei übermäßigem Verzehr die Bildung von Nierensteinen fördern kann.
Unverträglichkeiten
- Nierenprobleme
- Gicht
- Rheumatische Erkrankungen
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Der hohe Oxalsäure-Gehalt verleiht dem Sauerampfer seinen charakteristischen sauren Geschmack und ist zugleich der Grund für die Vorsicht bei Nierensteinen – Kochen reduziert den Gehalt spürbar. Den enthaltenen Bitterstoffen wird eine verdauungsanregende Wirkung zugeschrieben. In der französischen Küche ist Sauerampfer als Basis für die klassische Sauerampfersuppe fest etabliert, in Deutschland eher ein Nischenkraut.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM gilt Sauerampfer als kühlendes Kraut mit saurem Geschmack und zusammenziehender Wirkung. Er wird dem Leber- und Nierenmeridian zugeordnet und soll Hitze klären sowie Feuchtigkeit ausleiten. Traditionell wird Sauerampfer bei Hitze-Syndromen und zur Unterstützung der Leberfunktion eingesetzt. Seine kühlende Natur macht ihn besonders geeignet für die warme Jahreszeit. Die zusammenziehende Wirkung wird geschätzt, um übermäßige Körperflüssigkeiten zu regulieren.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Frische Blätter sollten knackig grün und ohne gelbe oder welke Stellen sein
- Bio-Qualität bevorzugen, da Wildkräuter Schadstoffe aus der Umgebung aufnehmen können
- Im Kühlschrank in feuchtes Tuch eingewickelt nur 2-3 Tage haltbar
- Junge Blätter sind milder und zarter als ältere, große Exemplare
Passt zu
Häufige Fragen
Wie viel Sauerampfer kann ich täglich essen?
Aufgrund der Oxalsäure solltest du Sauerampfer nur in kleinen Mengen als Würzkraut verwenden, etwa 10-20 Gramm täglich. Größere Mengen können bei empfindlichen Personen zu Magenbeschwerden führen. Als gelegentliche Zutat in Salaten oder Suppen ist Sauerampfer jedoch unbedenklich.
Kann ich Sauerampfer roh essen?
Ja, junge Sauerampferblätter können roh in Salaten verwendet werden. Sie haben einen angenehm säuerlichen Geschmack, der an Zitrone erinnert. Ältere Blätter sind oft zu sauer und sollten besser gekocht werden, da sich dadurch auch der Oxalsäuregehalt etwas reduziert.
Wer sollte auf Sauerampfer verzichten?
Menschen mit Nierensteinen, Gicht oder Rheuma sollten Sauerampfer meiden, da die enthaltene Oxalsäure diese Beschwerden verstärken kann. Auch bei empfindlichem Magen oder Sodbrennen ist Vorsicht geboten. Schwangere und stillende Frauen sollten größere Mengen ebenfalls vermeiden.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.