Löwenzahntee
Natürlich

Löwenzahntee

Taraxacum officinale

Auch bekannt als: Löwenzahnblütentee, Löwenzahnwurzeltee, Taraxacum-Tee, Pusteblumentee, Kuhblumentee, Butterblumentee

78
Gesund von 100 Punkten

Löwenzahntee ist ein unterschätztes Naturheilmittel mit beachtlicher Wirkung auf Verdauung und Leberfunktion. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Produktion von Verdauungssäften an und unterstützen den Körper beim Entgiften. Allerdings sollten Menschen mit Gallensteinen oder Allergien gegen Korbblütler vorsichtig sein, da der Tee Beschwerden verstärken kann.

Nährstoffprofil

Histamin
niedrig
Vitamin C
8.0 mg
Protein
0.1 g
Kalium
15.0 mg
Kalorien
2.0 kcal

Nachhaltigkeit

Regionale Wildpflanze Keine Pestizide nötig

Löwenzahn wächst wild und regional, benötigt keinen Anbau und kann selbst gesammelt werden.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Personen mit Korbblütler-Allergie sollten vorsichtig sein, da Kreuzreaktionen möglich sind.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika oder Diabetes-Medikamenten sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Unverträglichkeiten

  • Korbblütler-Allergie

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Löwenzahntee enthält wertvolle Bitterstoffe wie Taraxacin sowie Kalium und Inulin. Die Bitterstoffe stimulieren die Produktion von Verdauungssäften und unterstützen die Leberfunktion. Studien zeigen positive Effekte auf die Gallenproduktion und den Fettstoffwechsel. Die harntreibenden Eigenschaften sind durch den hohen Kaliumgehalt wissenschaftlich belegt. Der Tee wird traditionell zur Unterstützung von Leber- und Nierenfunktion eingesetzt.

Taraxacin, Bitterstoffe, Kalium
Traditionelle Anwendung, präklinische Studien
2-3 Tassen täglich

Traditionelle Chinesische Medizin

In der TCM gilt Löwenzahn als kühlendes und bitteres Kraut, das Hitze klärt und Feuchtigkeit ausleitet. Er wirkt besonders auf Leber- und Magen-Meridian und unterstützt die Transformation von Feuchtigkeit. Löwenzahn wird bei Leber-Qi-Stagnation und feuchter Hitze eingesetzt. Seine entgiftende Wirkung macht ihn zu einem wichtigen Kraut für Frühjahrskuren. Die TCM schätzt ihn besonders zur Harmonisierung des Verdauungsystems.

kühl
bitter, süß
Leber, Magen
klärt Hitze, leitet Feuchtigkeit aus

Worauf beim Kauf achten

  • Bio-Qualität wählen, da Löwenzahn Schadstoffe aus dem Boden aufnimmt
  • Ganze getrocknete Blätter sind wirksamer als pulverisierte Teebeutel
  • Trocken und lichtgeschützt lagern – loses Kraut hält bis zu 2 Jahre
  • Auf Herkunft achten: europäische Wildsammlung ist meist schadstoffärmer

Häufige Fragen

Wie oft sollte man Löwenzahntee trinken?

2-3 Tassen täglich sind optimal, am besten 30 Minuten vor den Mahlzeiten. Eine Kur über 4-6 Wochen ist empfehlenswert, danach sollte man eine Pause einlegen.

Hilft Löwenzahntee beim Abnehmen?

Der Tee kann unterstützend wirken, da er die Verdauung anregt und entwässert. Allein macht er aber nicht schlank – eine gesunde Ernährung und Bewegung bleiben entscheidend.

Kann man Löwenzahntee auch aus frischen Blättern machen?

Ja, frische junge Blätter eignen sich gut für Tee. Sie sollten gründlich gewaschen und mit heißem Wasser übergossen werden. Der Geschmack ist milder als bei getrockneten Blättern.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.