Löwenzahntee
Natürlich

Löwenzahntee

Taraxacum officinale

Auch bekannt als: Löwenzahnblütentee, Löwenzahnwurzeltee, Taraxacum-Tee, Pusteblumentee, Kuhblumentee, Butterblumentee

78
Gesund von 100 Punkten

Löwenzahntee ist ein unterschätztes Naturheilmittel mit beachtlicher Wirkung auf Verdauung und Leberfunktion. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Produktion von Verdauungssäften an und unterstützen den Körper beim Entgiften. Allerdings sollten Menschen mit Gallensteinen oder Allergien gegen Korbblütler vorsichtig sein, da der Tee Beschwerden verstärken kann.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
niedrig
Kalium 9.0 mg
Kalzium 2.0 mg
Magnesium 1.0 mg
Folsäure 1.0 µg
Eisen 0.08 mg

Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 173232, Stand 2026-08-31. Kein sortenspezifischer USDA-Eintrag vorhanden – Näherung über den generischen Katalogeintrag "Beverages, tea, herb, other than chamomile, brewed" (SR Legacy). Kräuteraufgüsse unterscheiden sich in den Nährwerten kaum voneinander, der Wert stimmt daher inhaltlich, auch ohne sortenspezifischen Beleg.

Nachhaltigkeit

Regionale Wildpflanze Keine Pestizide nötig

Löwenzahn wächst wild und regional, benötigt keinen Anbau und kann selbst gesammelt werden.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Personen mit Korbblütler-Allergie sollten vorsichtig sein, da Kreuzreaktionen möglich sind.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika oder Diabetes-Medikamenten sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Unverträglichkeiten

  • Korbblütler-Allergie

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Löwenzahntee enthält Bitterstoffe wie Taraxacin – im Aufguss selbst nur in geringen Mengen, Nährwerte spielen bei diesem Tee praktisch keine Rolle. Den Bitterstoffen wird eine anregende Wirkung auf die Produktion von Verdauungssäften und eine unterstützende Wirkung für die Leberfunktion zugeschrieben, ebenso positive Effekte auf Gallenproduktion und Fettstoffwechsel. Die harntreibende Eigenschaft ist traditionell überliefert. Der Tee wird zur Unterstützung von Leber- und Nierenfunktion eingesetzt.

Wirkstoff Taraxacin, Bitterstoffe, Kalium
Evidenz Traditionelle Anwendung, präklinische Studien
Dosierung 2-3 Tassen täglich

Traditionelle Chinesische Medizin

In der TCM gilt Löwenzahn als kühlendes und bitteres Kraut, das Hitze klärt und Feuchtigkeit ausleitet. Er wirkt besonders auf Leber- und Magen-Meridian und unterstützt die Transformation von Feuchtigkeit. Löwenzahn wird bei Leber-Qi-Stagnation und feuchter Hitze eingesetzt. Seine entgiftende Wirkung macht ihn zu einem wichtigen Kraut für Frühjahrskuren. Die TCM schätzt ihn besonders zur Harmonisierung des Verdauungsystems.

Thermik kühl
Geschmack bitter, süß
Meridiane Leber, Magen
Wirkung klärt Hitze, leitet Feuchtigkeit aus

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Bio-Qualität wählen, da Löwenzahn Schadstoffe aus dem Boden aufnimmt
  • Ganze getrocknete Blätter sind wirksamer als pulverisierte Teebeutel
  • Trocken und lichtgeschützt lagern – loses Kraut hält bis zu 2 Jahre
  • Auf Herkunft achten: europäische Wildsammlung ist meist schadstoffärmer

Häufige Fragen

Wie oft sollte man Löwenzahntee trinken?

Eine offizielle Höchstmenge gibt es nicht. Löwenzahntee ist mit rund 1 Kalorie pro 100 Gramm nahezu kalorienfrei, zwei bis drei Tassen täglich sind die traditionell übliche Menge, am besten vor den Mahlzeiten. In der Phytotherapie wird häufig zu Anwendungspausen nach mehrwöchiger Kur geraten, eine offizielle Vorgabe dazu existiert aber nicht.

Hilft Löwenzahntee beim Abnehmen?

Der Tee kann unterstützend wirken, da er die Verdauung anregt und entwässert. Allein macht er aber nicht schlank – eine gesunde Ernährung und Bewegung bleiben entscheidend.

Kann man Löwenzahntee auch aus frischen Blättern machen?

Ja, frische junge Blätter eignen sich gut für Tee. du solltest gründlich gewaschen und mit heißem Wasser übergossen werden. Der Geschmack ist milder als bei getrockneten Blättern.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.