Lorbeerblatt
Laurus nobilis
Auch bekannt als: Lorbeer, Lorbeerbaum, Gewürzlorbeer, Echter Lorbeer, Lorbeerblätter, Suppenblatt
Lorbeerblätter sind mehr als nur ein Küchengewürz – ihren ätherischen Ölen wird eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Die Blätter können die Verdauung unterstützen und verleihen Gerichten ein charakteristisches Aroma. Allerdings sollten sie vor dem Verzehr immer entfernt werden, da die harten Blätter unverdaulich sind und Verletzungen verursachen können.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 170917, Stand 2026-08-28
Nachhaltigkeit
Lorbeerblätter werden in sehr kleinen Mengen verwendet und sind getrocknet jahrelang haltbar, was die Umweltbelastung pro Anwendung minimal macht.
Warnhinweise
- Lorbeerblätter sollten in größeren Mengen während Schwangerschaft und Stillzeit vermieden werden.
- Bei bekannter Allergie gegen Pflanzen der Familie Lauraceae ist Vorsicht geboten.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Lorbeerblätter enthalten je 100 Gramm rund 834 Milligramm Calcium und 43 Milligramm Eisen – verwendet werden aber nur 1 bis 2 ganze Blätter, die vor dem Servieren zudem wieder entfernt werden, der tatsächliche Beitrag zur Tagesversorgung ist entsprechend vernachlässigbar. Den enthaltenen ätherischen Ölen wie Eucalyptol und Linalool wird eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Den antioxidativen Verbindungen wird ein Beitrag zum Zellschutz zugeschrieben.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM gelten Lorbeerblätter als wärmend und werden dem Element Metall zugeordnet. Sie stärken die Milz-Energie und fördern die Transformation von Feuchtigkeit im Körper. Lorbeer wird traditionell bei Verdauungsschwäche und zur Stärkung der Lungen-Energie eingesetzt. Die wärmende Natur macht ihn besonders geeignet für Menschen mit Kälte-Konstitution und schwacher Verdauungskraft.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Getrocknete Lorbeerblätter in ganzer Form kaufen – sie behalten länger ihr Aroma als zerkleinerte
- Auf grünliche Farbe und intensiven Duft achten – braune, brüchige Blätter haben bereits viel Aroma verloren
- In luftdichten Behältern dunkel und trocken lagern – so bleiben sie bis zu zwei Jahre haltbar
- Bio-Qualität bevorzugen, da Lorbeerblätter oft stark behandelt werden
Passt zu
Häufige Fragen
Kann man Lorbeerblätter mitessen oder muss man sie entfernen?
Lorbeerblätter sollten vor dem Servieren immer entfernt werden. Die harten, unverdaulichen Blätter können beim Verschlucken zu Verletzungen im Mund- und Rachenraum führen. Sie dienen nur der Aromaabgabe während des Kochens.
Wie viele Lorbeerblätter braucht man für ein Gericht?
Für einen Topf mit 4-6 Portionen reichen meist 1-2 Lorbeerblätter aus. Das intensive Aroma kann schnell dominieren, daher sollte sparsam dosiert werden. Bei längeren Garzeiten das Aroma zwischendurch prüfen.
Helfen Lorbeerblätter wirklich bei der Verdauung?
Die ätherischen Öle in Lorbeerblättern können die Verdauung anregen und krampflösend wirken. Besonders bei schweren, fettreichen Gerichten werden sie traditionell eingesetzt. Die Wirkung ist jedoch mild und ersetzt keine medizinische Behandlung.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.