Salbei
Natürlich

Salbei

Salvia officinalis

Auch bekannt als: Echter Salbei, Gartensalbei, Küchensalbei, Heilsalbei, Salvia, Sage

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Sehr gesund von 100 Punkten

Salbei ist ein aromatisches Heilkraut, dessen ätherische Öle und Gerbstoffe eine antimikrobielle und antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Die Nährwerte in dieser Übersicht gelten für getrockneten, gemahlenen Salbei, da für die frische Form kein vergleichbarer Wert vorliegt. Wegen des enthaltenen Thujons sollte Salbei nicht dauerhaft in großen Mengen sowie nicht in Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden. Als Küchengewürz oder gelegentlicher Tee gilt er als unbedenklich.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
niedrig
Vitamin K 1714.5 µg
Kalzium 1652 mg
Eisen 28.1 mg
Vitamin B6 2.7 mg
Folsäure 274 µg

Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 170935, Stand 2026-08-28

Nachhaltigkeit

Heimischer Anbau möglich Mehrjährige Pflanze

Salbei lässt sich problemlos im eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauen und ist als mehrjährige Pflanze besonders ressourcenschonend.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Salbei enthält Thujon, das bei übermäßigem Verzehr toxisch wirken kann. Längere Anwendung oder hohe Dosen sollten vermieden werden.
  • Aufgrund der östrogenartigen Wirkung sollte Salbei in der Schwangerschaft gemieden und beim Stillen nur nach Rücksprache verwendet werden.

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Der Name leitet sich vom lateinischen „salvere" („gesund sein", „heilen") ab und verweist auf die lange Tradition als Heilpflanze. Neben der Anwendung bei Halsschmerzen und zur Mundpflege wird Salbei auch traditionell bei übermäßigem Schwitzen eingesetzt, etwa in den Wechseljahren. Den ätherischen Ölen und Gerbstoffen wird eine antimikrobielle und antioxidative Wirkung zugeschrieben.

Wirkstoff Thujon, Rosmarinsäure, Flavonoide
Evidenz Gut belegt
Dosierung 1-3g getrocknete Blätter täglich

Traditionelle Chinesische Medizin

In der TCM wird Salbei als bitteres und kühlendes Kraut eingesetzt, das Hitze klärt und Feuchtigkeit transformiert. Es stärkt die Nieren-Energie und beruhigt den Geist, weshalb es traditionell bei Nachtschweiß und Unruhe verwendet wird. Salbei harmonisiert die Leber-Funktion und unterstützt die Transformation von Schleim. Das Kraut gilt als besonders wertvoll für die Regulation der Körperflüssigkeiten und die Stärkung des Qi.

Thermik Kühl bis kalt
Geschmack Bitter, zusammenziehend
Meridiane Leber, Niere, Lunge
Wirkung Hitze klären, Schweiß stoppen

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Bevorzugen Sie Bio-Salbei aus kontrolliertem Anbau, da er frei von Pestiziden ist und höhere Wirkstoffkonzentrationen aufweist
  • Achten Sie bei getrocknetem Salbei auf eine grau-grüne Farbe ohne braune Stellen - diese deuten auf schlechte Lagerung hin
  • Kaufen Sie ganze Blätter statt Pulver, da die ätherischen Öle so besser erhalten bleiben
  • Lagern Sie Salbei trocken und dunkel in luftdichten Behältern - so hält er bis zu zwei Jahre

Passt zu

Butter Kürbis Gnocchi Kalbfleisch

Häufige Fragen

Wie viel Salbei darf man täglich trinken?

Als Tee solltest du nicht mehr als 2-3 Tassen täglich trinken und dies nicht länger als zwei Wochen am Stück. Der Thujon-Gehalt kann bei übermäßigem Konsum gesundheitsschädlich sein.

Hilft Salbei wirklich gegen Halsschmerzen?

Ja, die antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften der ätherischen Öle können Halsschmerzen lindern. Gurgeln mit Salbeitee ist besonders wirksam, da die Wirkstoffe direkt an den betroffenen Stellen wirken.

Kann man Salbei während der Schwangerschaft verwenden?

In der Schwangerschaft und Stillzeit solltest du auf Salbei verzichten, da das enthaltene Thujon wehenauslösend wirken und die Milchbildung hemmen kann. Als gelegentliches Küchengewürz ist er unbedenklich.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.