Kresse
Lepidium sativum
Auch bekannt als: Gartenkresse, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse, Pfefferkraut, Kressling
Kresse ist ein schnell wachsendes Blattgemüse aus der Familie der Kreuzblütler mit intensiv scharfem Geschmack, reich an Eisen und Folsäure. Den enthaltenen Senfölglykosiden wird eine antimikrobielle und antioxidative Wirkung zugeschrieben, sie sind auch für den typischen scharfen Geschmack verantwortlich. Bei Schilddrüsenerkrankungen sollten größere Mengen gemieden werden, da Kreuzblütler natürliche Goitrogene enthalten. Ansonsten eignet sich Kresse gut, um Salate und Brote mit Nährstoffen zu ergänzen.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 168407, Stand 2026-08-28
Nachhaltigkeit
Kresse lässt sich einfach auf der Fensterbank ziehen und hat dadurch eine ausgezeichnete Ökobilanz mit minimalen Transportwegen.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Bei Schilddrüsenproblemen sollten größere Mengen vermieden werden, da Kreuzblütler natürliche Goitrogene enthalten.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Kresse liefert ungewöhnlich viel Vitamin K und Vitamin C, verzehrt wird aber meist nur eine kleine Portion von einer Handvoll Sprossen auf dem Butterbrot, keine 100-Gramm-Menge – der tatsächliche Beitrag zur Nährstoffversorgung bleibt entsprechend überschaubar. Den enthaltenen Senfölglykosiden wird eine antimikrobielle und antioxidative Wirkung zugeschrieben, dem Chlorophyll eine unterstützende Rolle bei der körpereigenen Entgiftung.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Kresse als scharf und leicht bitter im Geschmack sowie warm in der thermischen Wirkung eingestuft. Sie wird traditionell den Funktionskreisen Lunge und Leber zugeordnet und gilt als ausleitend und bewegend. Kresse wird besonders bei stagnierendem Qi und zur Unterstützung der Transformation von Feuchtigkeit eingesetzt. Die warme Thermik macht sie ideal für Menschen mit Yang-Mangel oder kalter Konstitution. Ihre scharfe Natur hilft dabei, pathogene Kälte zu vertreiben und die Zirkulation anzuregen.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Frische Kresse erkennen Sie an kräftig grünen, aufrechten Blättchen ohne gelbe oder welke Stellen
- Kaufen Sie Kresse möglichst mit Wurzeln oder noch wachsend in der Schale – sie hält deutlich länger
- Im Kühlschrank in einem Glas Wasser oder feucht eingewickelt maximal 2-3 Tage lagern
- Selbst anbauen ist kinderleicht: Samen auf feuchte Watte oder Erde streuen, nach 5-7 Tagen ernten
Passt zu
Häufige Fragen
Kann man Kresse jeden Tag essen?
Ja, kleine Mengen täglich sind unbedenklich. Die üblichen 10 bis 20 Gramm tragen etwas zur Vitamin-C-Versorgung bei, ersetzen aber keine größere Portion Gemüse oder Obst. Bei Schilddrüsenerkrankungen solltest du größere Mengen meiden.
Muss man Kresse vor dem Essen waschen?
Ja, Kresse solltest du immer gründlich unter kaltem Wasser abspülen. Besonders bei selbst gezogener Kresse können sich Keime bilden, außerdem entfernt das Waschen Erdreste und andere Verunreinigungen.
Wie viel Kresse darf man täglich essen?
Eine Handvoll pro Tag ist völlig unbedenklich. Aufgrund der Senfölglykoside kann zu viel Kresse bei empfindlichen Personen Magenreizungen verursachen. Als Richtwert gelten 10-20 Gramm täglich als optimal.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.