Beifuß
Artemisia vulgaris
Auch bekannt als: Gemeiner Beifuß, Gewöhnlicher Beifuß, Besenkraut, Fliegenkraut, Gänsekraut, Johannesgürtelkraut, Sonnenwendkraut, Weiberkraut, Wilder Wermut, Artemisia vulgaris
Beifuß ist ein vielseitiges Küchenkraut mit intensivem, leicht bitterem Aroma, das besonders in der europäischen und asiatischen Küche geschätzt wird. Das Kraut enthält wertvolle ätherische Öle und Bitterstoffe, die traditionell zur Verdauungsförderung eingesetzt werden. Schwangere und Stillende sollten jedoch auf Beifuß verzichten, da die enthaltenen Wirkstoffe Wehen auslösen können. In moderaten Mengen als Gewürz verwendet, bereichert Beifuß die Küche um eine besondere Geschmacksnote.
Nährstoffprofil
Nachhaltigkeit
Beifuß wächst wild in Europa und kann regional gesammelt werden, was Transport und Anbauressourcen spart.
Saisonkalender
Gefahren
- Allergische Reaktionen
- Schwangerschaftsrisiko
Warnhinweise
- Beifuß kann wehenfördernd wirken und sollte während Schwangerschaft und Stillzeit gemieden werden.
- Personen mit Korbblütler-Allergie können auf Beifuß reagieren.
Unverträglichkeiten
- Korbblütler-Allergie
- Beifuß-Pollen-Allergie
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Beifuß enthält ätherische Öle wie Cineol und Thujon sowie Bitterstoffe, die die Verdauung anregen. Die Pflanze wird traditionell zur Appetitförderung und bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Studien zeigen antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften der Inhaltsstoffe. In der Volksmedizin wird Beifuß auch bei Menstruationsbeschwerden verwendet, wobei wissenschaftliche Belege hierfür begrenzt sind.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM gilt Beifuß als warmes Kraut mit bitterem und scharfem Geschmack. Es wirkt auf die Meridiane von Leber, Milz und Nieren und wird zur Regulierung des Qi und der Menstruation verwendet. Beifuß soll Yang-Qi stärken, Kälte vertreiben und die Verdauung harmonisieren. Traditionell wird es bei Kälte-Zuständen, schwacher Verdauung und unregelmäßiger Menstruation eingesetzt.
Worauf beim Kauf achten
- Getrockneten Beifuß in dunklen Gläsern oder luftdichten Behältern kaufen - so bleiben die ätherischen Öle länger erhalten
- Frischen Beifuß an graugrünen Blättern mit weißlicher Unterseite erkennen - welke oder verfärbte Blätter meiden
- Bio-Qualität bevorzugen, da Beifuß als Wildkraut oft schadstoffbelastet sein kann
- Getrockneten Beifuß dunkel und trocken lagern - verliert nach einem Jahr deutlich an Aroma
Häufige Fragen
Wie viel Beifuß darf man täglich verwenden?
Als Küchengewürz sind 1-2 Teelöffel getrockneter Beifuß pro Portion unbedenklich. Größere Mengen oder regelmäßige therapeutische Anwendung sollten mit einem Arzt besprochen werden, da das enthaltene Thujon in hohen Dosen problematisch werden kann.
Warum wird Beifuß oft zu fettigen Speisen gegeben?
Die Bitterstoffe im Beifuß regen die Produktion von Verdauungssäften an und können so die Verdauung fettreicher Gerichte wie Gänsebraten oder Ente unterstützen. Traditionell wird das Kraut deshalb gerne bei schwer verdaulichen Speisen mitgekocht.
Kann man Beifuß selbst sammeln?
Beifuß wächst häufig an Wegrändern und ist gut zu erkennen, sollte aber nur fernab von Straßen gesammelt werden. Die beste Sammelzeit ist vor der Blüte im Hochsommer, dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.