Thunfisch
Natürlich Vorsicht

Thunfisch

Thunnus spp.

Auch bekannt als: Tunfisch, Thun, Tuna

70
Gesund von 100 Punkten

Thunfisch gehört zu den am stärksten überfischten Speisefischen der Welt – vor allem der Rote Thun (Blauflossen-Thunfisch) gilt in Teilen seines Bestands als gefährdet, während der hier meist verwendete Skipjack (Bonito) noch als vergleichsweise stabil eingestuft wird. Skipjack ist zudem die am wenigsten mit Quecksilber belastete Thunfischart, da er kürzer lebt und kleiner bleibt als Thunfischarten am Ende der Nahrungskette. Roh liefert er sehr mageres, proteinreiches Fleisch.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
hoch
Vitamin B6
0.8 mg
Protein
22 g
Kalium
407 mg
Magnesium
34 mg
Eisen
1.2 mg

Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 175156, Stand 2026-08-29

Nachhaltigkeit

Atlantik stark überfischt MSC nur Pazifik Dose oft nachhaltig

Pazifischer Skipjack-Thunfisch ist die nachhaltigste Wahl. Blauflossen-Thunfisch vom Atlantik gilt als stark gefährdet.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Gefahren

  • Thunfisch steht als Raubfisch am Ende der Nahrungskette und reichert Quecksilber (Methylquecksilber) an. Besonders Gelbflossenthunfisch und Blauflossen-Thunfisch sind stark belastet. In Schwangerschaft und für Kleinkinder meiden. Max. 2 Portionen pro Woche.

Warnhinweise

  • Thunfisch aus der Dose in Öl hat deutlich mehr Kalorien als in eigenem Saft. Frischer Thunfisch ist nährstoffreicher. Häufiger Dosenkonsum erhöht die Quecksilber-Exposition.

Unverträglichkeiten

  • Thunfisch ist extrem histaminanfällig – nicht frischer Thunfisch kann Histaminvergiftung (Scromboid) auslösen. Auf absolute Frische und Kühlung achten.

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Dosen-Thunfisch in Wasser unterscheidet sich in der Zubereitung deutlich vom rohen Fisch, kommt aber ernährungsphysiologisch in eine ähnliche Größenordnung. Wer auf Nachhaltigkeit achtet, findet auf der Dose Hinweise wie „pole and line“ oder MSC-Siegel, die auf schonendere Fangmethoden ohne hohen Beifang hinweisen.

Wirkstoff Protein, Vitamin B12
Evidenz Mager, wenig Omega-3
Dosierung 150 g, max. 2x pro Woche

Traditionelle Chinesische Medizin

Thunfisch ist wärmend und stärkt Qi und Blut. Als Meeresfisch besonders nährend für die Nieren-Essenz. Aufgrund der Quecksilber-Belastung aus TCM-Sicht nur in Maßen empfohlen.

Thermik Warm
Geschmack Süß, salzig
Meridiane Niere, Milz
Wirkung Qi stärkend, Blut nährend

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Skipjack-Thunfisch wählen – diese kleinere Art enthält deutlich weniger Quecksilber als Blauflossen- oder Gelbflossenthun
  • Bei Dosen auf nachhaltiges MSC-Siegel achten und Thunfisch in eigenem Saft statt in Öl bevorzugen
  • Frischen Thunfisch am Geruch erkennen – er sollte mild nach Meer riechen, nicht fischig
  • Sashimi-Qualität nur von vertrauenswürdigen Händlern kaufen und schnell verarbeiten

Häufige Fragen

Wie oft kann ich Thunfisch essen?

Experten empfehlen maximal 1-2 Portionen pro Woche, besonders für Schwangere und Kinder. Skipjack-Thunfisch aus der Dose kann häufiger gegessen werden als frischer großer Thunfisch, da er weniger Quecksilber enthält.

Ist Thunfisch aus der Dose genauso gesund wie frischer?

Dosen-Thunfisch behält einen Großteil der Nährstoffe und ist oft sogar weniger quecksilberbelastet, da meist kleinere Fische verwendet werden. Nur der Salzgehalt ist höher, besonders bei Thunfisch in Lake.

Welcher Thunfisch hat am wenigsten Quecksilber?

Skipjack-Thunfisch (oft als 'Chunk Light' verkauft) hat die niedrigsten Quecksilberwerte. Großer weißer Thun (Albacore) und Blauflossenthun enthalten deutlich mehr Quecksilber und sollten seltener gegessen werden.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.