Makrele
Scomber scombrus
Auch bekannt als: Scomber, Atlantische Makrele, Gemeine Makrele, Holzmakrele, Makrell
Makrele gilt als eine der nachhaltigsten Fischarten im Handel, da die Bestände im Nordostatlantik überwiegend gut erholt sind und viele Fänge MSC-zertifiziert sind. Als fettreicher Speisefisch liefert sie deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren als magere Fischarten. Sie verdirbt allerdings sehr schnell und sollte besonders frisch verarbeitet oder direkt geräuchert werden.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 175119, Stand 2026-08-29
Nachhaltigkeit
Makrele aus nachhaltigem Fang (MSC-zertifiziert) aus dem Nordostatlantik ist eine gute Wahl, Bestände im Mittelmeer sind teilweise überfischt.
Saisonkalender
Gefahren
- Schwermetallbelastung
- Histaminbildung
- Überfischung
Warnhinweise
- Makrelen können Quecksilber und andere Schwermetalle enthalten, besonders größere Exemplare aus belasteten Gewässern.
- Bei unsachgemäßer Lagerung kann sich in Makrelen schnell Histamin bilden, was zu allergischen Reaktionen führen kann.
Unverträglichkeiten
- Fischallergie
- Histaminintoleranz
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Den enthaltenen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA wird eine unterstützende Wirkung für Herz und Gehirn zugeschrieben. Wegen des schnellen Verderbs bildet sich bei unsachgemäßer Lagerung rasch Histamin, was zu Vergiftungserscheinungen führen kann – ein Grund, warum Makrele traditionell oft direkt nach dem Fang geräuchert wird.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Makrele als thermisch neutral bis leicht warm eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Sie stärkt das Qi von Milz und Niere und nährt das Blut sowie das Yin. Makrele wird traditionell zur Unterstützung der Nierenessenz und zur Stärkung der Konstitution verwendet. Ihr hoher Nährwert macht sie besonders wertvoll für Menschen mit Schwäche und Erschöpfung. Die befeuchtende Wirkung hilft bei Trockenheit und nährt das Yin der Lunge.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Kleine bis mittelgroße Makrelen wählen - sie enthalten weniger Schwermetalle als große Exemplare
- Auf klare Augen, rote Kiemen und festen Fischgeruch achten - starker Fischgeruch deutet auf mangelnde Frische hin
- Nordatlantische Makrele bevorzugen, da sie meist weniger belastet ist als Fische aus stark befischten Gebieten
- Frische Makrele sofort verarbeiten oder maximal 1-2 Tage bei 0-2°C lagern
Häufige Fragen
Wie oft kann man Makrele bedenkenlos essen?
2-3 Portionen pro Woche sind für gesunde Erwachsene unbedenklich und optimal für die Omega-3-Versorgung. Schwangere sollten aufgrund möglicher Schwermetallbelastung nicht mehr als eine Portion wöchentlich konsumieren.
Ist geräucherte Makrele genauso gesund wie frische?
Geräucherte Makrele enthält noch immer wertvolle Omega-3-Fettsäuren, aber deutlich mehr Salz und eventuelle Schadstoffe durch den Räucherprozess. Frische oder schonend gegarte Makrele ist gesundheitlich vorteilhafter.
Was passiert wenn Makrele nicht frisch ist?
Bei unsachgemäßer Lagerung bildet sich in Makrele besonders schnell Histamin, das zu Übelkeit, Kopfschmerzen und allergieähnlichen Reaktionen führen kann. Deshalb sollte man nur absolut frische Exemplare kaufen und schnell verarbeiten.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.