Paprika
Natürlich

Paprika

Capsicum annuum

Auch bekannt als: Gemüsepaprika, Paprikaschote, Peperoni, Schote

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Sehr gesund von 100 Punkten Pestizid-Belastung: mittel

Paprika ist reich an Vitamin C, wobei sich die Farben deutlich unterscheiden: Rote liefert mit rund 128 Milligramm je 100 Gramm deutlich mehr als grüne (rund 80 mg) oder sogar gelbe (rund 184 mg) – der Grund ist der Reifegrad, denn grüne Paprika ist botanisch nur eine unreif geerntete rote oder gelbe Frucht. Dazu liefert sie Carotinoide wie Beta-Carotin und Lycopin, denen eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Rohe grüne Paprika wird deshalb manchmal schlechter vertragen als die reiferen, süßeren Farbvarianten.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
niedrig
Vitamin C
127.7 mg
Folsäure
46 µg
Vitamin B6
0.3 mg
Vitamin A
157 µg
Vitamin E
1.6 mg

Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 170108, Stand 2026-08-22. Wert bezieht sich auf rote Paprika. Grüne und gelbe Paprika weichen v.a. beim Vitamin C deutlich ab (grün ca. 80 mg, gelb ca. 184 mg pro 100 g).

Nachhaltigkeit

Regionaler Anbau möglich

Deutsche Paprika aus Freilandanbau im Sommer hat eine gute CO₂-Bilanz, Gewächshausware im Winter ist energieintensiver.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Grüne Paprika können höhere Solanin-Mengen enthalten, die bei empfindlichen Personen Unverträglichkeiten auslösen können.

Unverträglichkeiten

  • Nachtschattengewächs-Allergie

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin, die vor allem in der gelben und roten Schale sitzen, werden mit einem Schutz vor altersbedingter Makuladegeneration in Verbindung gebracht. Da Paprika zu den Nachtschattengewächsen zählt, kann sie bei Menschen mit entsprechender Unverträglichkeit Kreuzreaktionen auslösen. Wer die Zellulose der rohen Schote schwer verdaut, profitiert vom Erhitzen, das auch den geringen Solaningehalt grüner Sorten abbaut.

Wirkstoff Vitamin C, Carotinoide, Flavonoide
Evidenz Vitamin C gut belegt
Dosierung 100-200g täglich

Traditionelle Chinesische Medizin

In der TCM wird Paprika als thermisch kühl bis neutral eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Sie klärt Hitze, besonders in Magen und Lunge, und unterstützt die Qi-Zirkulation. Rote Paprika nährt das Blut und stärkt die Milz-Energie, während sie gleichzeitig Feuchtigkeit transformiert. Die kühlende Wirkung macht sie besonders wertvoll bei Hitze-Syndromen und zur Unterstützung der Verdauung.

Thermik Kühl bis neutral
Geschmack Süß
Meridiane Magen, Milz, Lunge
Wirkung Hitze klären, Qi bewegen

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Wähle feste, glänzende Paprika ohne Druckstellen oder schrumpelige Haut
  • Rote und gelbe Paprika enthalten mehr Nährstoffe als grüne, da sie vollreif geerntet wurden
  • Bio-Paprika bevorzugen, da konventionelle oft stark mit Pestiziden belastet sind
  • Im Kühlschrank bis zu einer Woche lagern, bei Zimmertemperatur nur 2-3 Tage haltbar

Häufige Fragen

Sind grüne oder rote Paprika gesünder?

Rote Paprika ist nährstoffreicher, da sie vollreif geerntet wurde. Mit rund 128 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm enthält sie deutlich mehr als grüne Paprika (rund 80 mg). Grüne Paprika ist lediglich unreif geerntete rote oder gelbe Paprika.

Kann man Paprika mit Schale essen?

Ja, die Schale ist essbar und enthält viele Nährstoffe. Bei empfindlichem Magen kann das Häuten nach dem Grillen oder Blanchieren die Verträglichkeit verbessern. Die Schale lässt sich nach dem Erhitzen leichter entfernen.

Warum vertrage ich rohe Paprika schlecht?

Rohe Paprika enthalten schwer verdauliche Zellulose und bei grünen Sorten geringe Mengen Solanin. Das Erhitzen macht die Ballaststoffe bekömmlicher und baut Solanin ab. Beginne mit kleinen Mengen oder probiere gekochte Paprika.

Pestizid-Belastung

mittel CVUA Stuttgart – Berichte Pflanzenschutzmittelrückstände 2021

Paprika gehört zum Fruchtgemüse, das stärker behandelt wird. Importware fiel im CVUA-Monitoring wiederholt auf, während EU-Ware in der Regel besser abschneidet.

EU-Ware bevorzugen, Paprika gründlich waschen. Bio reduziert die Belastung deutlich.
Quelle: CVUA Stuttgart – Berichte Pflanzenschutzmittelrückstände (2021). Rückstandsdaten sind stichprobenbasiert und schwanken je nach Erntejahr und Herkunft.
→ Alle Lebensmittel im Vergleich

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.