Brokkoli
Brassica oleracea var. italica
Auch bekannt als: Broccoli, Bröckelkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl
Brokkoli ist ein Kreuzblütengewächs und liefert mit 89,2 Milligramm mehr Vitamin C als eine Orange (53 mg je 100 Gramm) – bei nur 34 Kalorien. Es punktet vor allem mit dem sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan, dem eine krebshemmende Wirkung nachgesagt wird, sowie hohen Mengen an Vitamin K. Bei Schilddrüsenproblemen oder der Einnahme von Blutverdünnern sollte vorher mit dem Arzt gesprochen werden.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 170379, Stand 2026-08-22
Nachhaltigkeit
Brokkoli aus regionalem Freilandanbau hat eine gute Ökobilanz und kurze Transportwege.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Goitrogene können Jodaufnahme hemmen. Vitamin K beeinflusst Blutgerinnungshemmer.
Unverträglichkeiten
- Enthält Raffinose, schwer verdaulich, besonders roh. High-FODMAP bei Reizdarm.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Der Strunk wird oft weggeworfen, ist aber genauso nährstoffreich wie die Röschen und lässt sich geschält ebenso vielseitig verwenden. Sulforaphan gilt als das am besten erforschte Molekül unter den Kohl-Pflanzenstoffen, klinische Belege beim Menschen für eine krebshemmende Wirkung stehen aber noch aus – die meisten Studien dazu liegen bislang aus Zellkulturen oder Tierversuchen vor. Dampfgaren hält die Nährstoffverluste geringer als Kochen in viel Wasser, weil weniger wasserlösliche Vitamine ausgewaschen werden.
Traditionelle Chinesische Medizin
Leicht kühlend. Klärt Hitze, entgiftet, stärkt die Milz. Bei starker innerer Kälte besser gedünstet als roh.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Wählen Sie feste, tiefgrüne Röschen ohne gelbe Verfärbungen – gelbe Blüten deuten auf Überreife hin
- Der Stiel sollte fest und saftig sein, nicht hohl oder trocken
- Bio-Brokkoli ist empfehlenswert, da konventioneller oft mit Pestiziden belastet ist
- Frischer Brokkoli hält im Kühlschrank etwa 3-5 Tage, in Plastik verpackt bleibt er länger knackig
Häufige Fragen
Kann man Brokkoli roh essen?
Ja, roher Brokkoli ist sogar besonders nährstoffreich. Allerdings ist er schwerer verdaulich als gekochter. Am besten kurz blanchieren oder dämpfen – so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe weitgehend erhalten.
Warum soll Brokkoli bei Schilddrüsenproblemen problematisch sein?
Brokkoli enthält Goitrogene, die bei übermäßigem Verzehr die Jodaufnahme der Schilddrüse hemmen können. Bei einer gesunden Schilddrüse ist das kein Problem, bei Unterfunktion solltest du größere Mengen meiden.
Darf man den Brokkoli-Strunk mitessen?
Auf jeden Fall! Der Strunk ist genauso nährstoffreich wie die Röschen. Einfach schälen und in Scheiben schneiden – er schmeckt milder und ist eine tolle Ergänzung zu Suppen oder Pfannengerichten.
Pestizid-Belastung
Brokkoli zählt zum Kohlgemüse, das im CVUA-Monitoring überwiegend gering belastet ist. Die kompakten Röschen und die schnelle Kultur begünstigen niedrige Gehalte.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.