Brokkoli
Natürlich

Brokkoli

Brassica oleracea var. italica

Auch bekannt als: Broccoli, Bröckelkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl

91
Sehr gesund von 100 Punkten

Brokkoli gehört zu den gesündesten Gemüsesorten überhaupt und verdient seinen Ruf als Superfood. Das grüne Kreuzblütengewächs punktet vor allem mit dem sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan, dem eine krebshemmende Wirkung nachgesagt wird, sowie hohen Mengen an Vitamin C und K. Einziger Vorbehalt: Bei Schilddrüsenproblemen oder der Einnahme von Blutverdünnern sollten Sie vorher mit Ihrem Arzt sprechen. Ansonsten können Sie bei Brokkoli praktisch nichts falsch machen.

Nährstoffprofil

Histamin
niedrig
Vitamin C
89.0 mg
Vitamin K
102.0 µg
Folsäure
63.0 µg
Protein
2.8 g
Kalium
316.0 mg

Nachhaltigkeit

Regionaler Anbau möglich Niedriger Wasserverbrauch

Brokkoli aus regionalem Freilandanbau hat eine gute Ökobilanz und kurze Transportwege.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Goitrogene können Jodaufnahme hemmen. Vitamin K beeinflusst Blutgerinnungshemmer.

Unverträglichkeiten

  • Enthält Raffinose, schwer verdaulich, besonders roh. High-FODMAP bei Reizdarm.

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Sulforaphan mit nachgewiesener krebshemmender Wirkung. Hohe Mengen Vitamin C und K. Dampfgaren bewahrt Nährstoffe am besten.

Sulforaphan, Vitamin K, Folsäure
Stark bei Krebsprävention
150–200 g / Tag

Traditionelle Chinesische Medizin

Leicht kühlend. Klärt Hitze, entgiftet, stärkt die Milz. Bei starker innerer Kälte besser gedünstet als roh.

Leicht kühl
Süß, leicht bitter
Milz, Magen, Blase
Hitze klärend, entgiftend

Worauf beim Kauf achten

  • Wählen Sie feste, tiefgrüne Röschen ohne gelbe Verfärbungen – gelbe Blüten deuten auf Überreife hin
  • Der Stiel sollte fest und saftig sein, nicht hohl oder trocken
  • Bio-Brokkoli ist empfehlenswert, da konventioneller oft mit Pestiziden belastet ist
  • Frischer Brokkoli hält im Kühlschrank etwa 3-5 Tage, in Plastik verpackt bleibt er länger knackig

Häufige Fragen

Kann man Brokkoli roh essen?

Ja, roher Brokkoli ist sogar besonders nährstoffreich. Allerdings ist er schwerer verdaulich als gekochter. Am besten kurz blanchieren oder dämpfen – so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe weitgehend erhalten.

Warum soll Brokkoli bei Schilddrüsenproblemen problematisch sein?

Brokkoli enthält Goitrogene, die bei übermäßigem Verzehr die Jodaufnahme der Schilddrüse hemmen können. Bei einer gesunden Schilddrüse ist das kein Problem, bei Unterfunktion sollten Sie größere Mengen meiden.

Darf man den Brokkoli-Strunk mitessen?

Auf jeden Fall! Der Strunk ist genauso nährstoffreich wie die Röschen. Einfach schälen und in Scheiben schneiden – er schmeckt milder und ist eine tolle Ergänzung zu Suppen oder Pfannengerichten.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.