Brokkoli
Natürlich

Brokkoli

Brassica oleracea var. italica

Auch bekannt als: Broccoli, Bröckelkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl

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Sehr gesund von 100 Punkten Pestizid-Belastung: niedrig

Brokkoli ist ein Kreuzblütengewächs und liefert mit 89,2 Milligramm mehr Vitamin C als eine Orange (53 mg je 100 Gramm) – bei nur 34 Kalorien. Es punktet vor allem mit dem sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan, dem eine krebshemmende Wirkung nachgesagt wird, sowie hohen Mengen an Vitamin K. Bei Schilddrüsenproblemen oder der Einnahme von Blutverdünnern sollte vorher mit dem Arzt gesprochen werden.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
niedrig
Vitamin K
101.6 µg
Vitamin C
89.2 mg
Folsäure
63 µg
Kalium
316 mg
Vitamin B6
0.2 mg

Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 170379, Stand 2026-08-22

Nachhaltigkeit

Regionaler Anbau möglich Niedriger Wasserverbrauch

Brokkoli aus regionalem Freilandanbau hat eine gute Ökobilanz und kurze Transportwege.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Goitrogene können Jodaufnahme hemmen. Vitamin K beeinflusst Blutgerinnungshemmer.

Unverträglichkeiten

  • Enthält Raffinose, schwer verdaulich, besonders roh. High-FODMAP bei Reizdarm.

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Der Strunk wird oft weggeworfen, ist aber genauso nährstoffreich wie die Röschen und lässt sich geschält ebenso vielseitig verwenden. Sulforaphan gilt als das am besten erforschte Molekül unter den Kohl-Pflanzenstoffen, klinische Belege beim Menschen für eine krebshemmende Wirkung stehen aber noch aus – die meisten Studien dazu liegen bislang aus Zellkulturen oder Tierversuchen vor. Dampfgaren hält die Nährstoffverluste geringer als Kochen in viel Wasser, weil weniger wasserlösliche Vitamine ausgewaschen werden.

Wirkstoff Sulforaphan, Vitamin K, Folsäure
Evidenz Vitamin C gut belegt, Krebsprävention diskutiert
Dosierung 150–200 g / Tag

Traditionelle Chinesische Medizin

Leicht kühlend. Klärt Hitze, entgiftet, stärkt die Milz. Bei starker innerer Kälte besser gedünstet als roh.

Thermik Leicht kühl
Geschmack Süß, leicht bitter
Meridiane Milz, Magen, Blase
Wirkung Hitze klärend, entgiftend

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Wählen Sie feste, tiefgrüne Röschen ohne gelbe Verfärbungen – gelbe Blüten deuten auf Überreife hin
  • Der Stiel sollte fest und saftig sein, nicht hohl oder trocken
  • Bio-Brokkoli ist empfehlenswert, da konventioneller oft mit Pestiziden belastet ist
  • Frischer Brokkoli hält im Kühlschrank etwa 3-5 Tage, in Plastik verpackt bleibt er länger knackig

Häufige Fragen

Kann man Brokkoli roh essen?

Ja, roher Brokkoli ist sogar besonders nährstoffreich. Allerdings ist er schwerer verdaulich als gekochter. Am besten kurz blanchieren oder dämpfen – so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe weitgehend erhalten.

Warum soll Brokkoli bei Schilddrüsenproblemen problematisch sein?

Brokkoli enthält Goitrogene, die bei übermäßigem Verzehr die Jodaufnahme der Schilddrüse hemmen können. Bei einer gesunden Schilddrüse ist das kein Problem, bei Unterfunktion solltest du größere Mengen meiden.

Darf man den Brokkoli-Strunk mitessen?

Auf jeden Fall! Der Strunk ist genauso nährstoffreich wie die Röschen. Einfach schälen und in Scheiben schneiden – er schmeckt milder und ist eine tolle Ergänzung zu Suppen oder Pfannengerichten.

Pestizid-Belastung

niedrig CVUA Stuttgart – Berichte Pflanzenschutzmittelrückstände 2023

Brokkoli zählt zum Kohlgemüse, das im CVUA-Monitoring überwiegend gering belastet ist. Die kompakten Röschen und die schnelle Kultur begünstigen niedrige Gehalte.

Gering belastet. In Röschen teilen und gründlich waschen, kurz in Wasser schwenken. Bio ist nicht zwingend nötig.
Quelle: CVUA Stuttgart – Berichte Pflanzenschutzmittelrückstände (2023). Rückstandsdaten sind stichprobenbasiert und schwanken je nach Erntejahr und Herkunft.
→ Alle Lebensmittel im Vergleich

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.