Krabben
Crangon crangon
Auch bekannt als: Nordseekrabben, Granat, Krevetten, Nordseegarnelen, Porren, Granatgarnelen
Was hierzulande als „Krabbe“ verkauft wird, ist meist die Nordseegarnele (Crangon crangon) – biologisch eine Garnele, keine echte Krabbe. Traditionell werden die Tiere direkt auf dem Kutter gekocht, weshalb sie in der Küche fertig gegart ankommen. Wie Krustentiere allgemein gelten sie als proteinreich und fettarm.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: NEVO (NEVO-online 2025/9.0), Eintrag 351, Stand 2026-08-31. NEVO führt hier Krabbenfleisch aus der Dose (in Wasser) – bei frischem Krabbenfleisch weichen vor allem Natrium und Textur ab.
Nachhaltigkeit
Krabben aus MSC-zertifizierter Fischerei oder aus nachhaltiger Zucht bevorzugen, da konventioneller Fang oft mit hohem Beifang verbunden ist.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Krabben gehören zu den häufigsten Auslösern von Meeresfrüchte-Allergien und können schwere allergische Reaktionen verursachen.
- Krabben enthalten relativ viel Cholesterin und sollten bei entsprechenden Erkrankungen nur in Maßen verzehrt werden.
Unverträglichkeiten
- Schalentiere-Allergie
- Jod-Unverträglichkeit
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Als Meeresfrucht verdirbt Nordseegarnele schnell und kann dabei rasch Histamin aufbauen – auf Frische und lückenlose Kühlkette achten. Deutsche und niederländische Krabbenkutter transportieren den Fang teils zum Pulen ins osteuropäische Ausland und wieder zurück, bevor er im Handel landet – ein wenig bekannter Teil der Lieferkette.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM werden Krabben als kühl und salzig eingestuft und dem Leber- und Nierenmeridian zugeordnet. Sie gelten als nährend für Yin und Blut und werden traditionell zur Stärkung der Nierenenergie eingesetzt. Krabben sollen das Knochenmark nähren und die Sehnen stärken, weshalb sie bei Schwäche und Erschöpfung empfohlen werden. Aufgrund ihrer kühlenden Natur sollten sie bei Yang-Mangel und kalter Konstitution nur in Maßen verzehrt werden.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Frische Krabben sollten neutral bis leicht nach Meer riechen - niemals fischig oder süßlich
- Bei Tiefkühlware auf das Einfrierdatum achten und Produkte ohne Zusätze wie Phosphate bevorzugen
- Krabben aus nachhaltiger Fischerei wählen - MSC-Siegel gibt Orientierung
- Bereits gekochte Krabben maximal 2 Tage im Kühlschrank lagern, rohe sofort verarbeiten
Häufige Fragen
Wie oft kann man Krabben bedenkenlos essen?
2-3 Portionen pro Woche sind für gesunde Menschen völlig unbedenklich. Der hohe Cholesteringehalt ist für die meisten Menschen kein Problem, da der Körper die eigene Produktion entsprechend anpasst. Bei familiärer Hypercholesterinämie solltest du mit dem Arzt sprechen.
Sind Krabben besser als andere Meeresfrüchte?
Wie andere Krustentiere gelten Krabben generell als proteinreich und fettarm, ein genauer Zahlenvergleich mit anderen Meeresfrüchten ist aber nicht möglich.
Können Kinder und Schwangere Krabben essen?
Gut durchgegarte Krabben sind für Schwangere und Kinder ab dem ersten Lebensjahr geeignet. Rohe oder unzureichend erhitzte Krabben sollten gemieden werden. Bei der ersten Gabe an Kleinkinder wegen des Allergiepotenzials vorsichtig anfangen.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.