Krabben
Natürlich

Krabben

Crangon crangon

Auch bekannt als: Nordseekrabben, Granat, Krevetten, Nordseegarnelen, Porren, Granatgarnelen

85
Sehr gesund von 100 Punkten

Was hierzulande als „Krabbe“ verkauft wird, ist meist die Nordseegarnele (Crangon crangon) – biologisch eine Garnele, keine echte Krabbe. Traditionell werden die Tiere direkt auf dem Kutter gekocht, weshalb sie in der Küche fertig gegart ankommen. Wie Krustentiere allgemein gelten sie als proteinreich und fettarm.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
hoch
Zink
5.7 mg
Protein
18.1 g
Vitamin B6
0.3 mg
Eisen
2.8 mg
Vitamin E
2.4 mg
Omega-3
0.4 g
Kalzium
120 mg
Folsäure
20 µg
Magnesium
32 mg
Kalium
100 mg
Fett
1.4 g

Nährwerte: NEVO (NEVO-online 2025/9.0), Eintrag 351, Stand 2026-08-31. NEVO führt hier Krabbenfleisch aus der Dose (in Wasser) – bei frischem Krabbenfleisch weichen vor allem Natrium und Textur ab.

Nachhaltigkeit

Beifang beachten

Krabben aus MSC-zertifizierter Fischerei oder aus nachhaltiger Zucht bevorzugen, da konventioneller Fang oft mit hohem Beifang verbunden ist.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Krabben gehören zu den häufigsten Auslösern von Meeresfrüchte-Allergien und können schwere allergische Reaktionen verursachen.
  • Krabben enthalten relativ viel Cholesterin und sollten bei entsprechenden Erkrankungen nur in Maßen verzehrt werden.

Unverträglichkeiten

  • Schalentiere-Allergie
  • Jod-Unverträglichkeit

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Als Meeresfrucht verdirbt Nordseegarnele schnell und kann dabei rasch Histamin aufbauen – auf Frische und lückenlose Kühlkette achten. Deutsche und niederländische Krabbenkutter transportieren den Fang teils zum Pulen ins osteuropäische Ausland und wieder zurück, bevor er im Handel landet – ein wenig bekannter Teil der Lieferkette.

Wirkstoff Protein
Evidenz Protein aus Krustentieren generell gut belegt
Dosierung 100-150g pro Portion

Traditionelle Chinesische Medizin

In der TCM werden Krabben als kühl und salzig eingestuft und dem Leber- und Nierenmeridian zugeordnet. Sie gelten als nährend für Yin und Blut und werden traditionell zur Stärkung der Nierenenergie eingesetzt. Krabben sollen das Knochenmark nähren und die Sehnen stärken, weshalb sie bei Schwäche und Erschöpfung empfohlen werden. Aufgrund ihrer kühlenden Natur sollten sie bei Yang-Mangel und kalter Konstitution nur in Maßen verzehrt werden.

Thermik Kühl
Geschmack Salzig, süß
Meridiane Leber, Niere
Wirkung Yin nährend, Blut aufbauend

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Frische Krabben sollten neutral bis leicht nach Meer riechen - niemals fischig oder süßlich
  • Bei Tiefkühlware auf das Einfrierdatum achten und Produkte ohne Zusätze wie Phosphate bevorzugen
  • Krabben aus nachhaltiger Fischerei wählen - MSC-Siegel gibt Orientierung
  • Bereits gekochte Krabben maximal 2 Tage im Kühlschrank lagern, rohe sofort verarbeiten

Häufige Fragen

Wie oft kann man Krabben bedenkenlos essen?

2-3 Portionen pro Woche sind für gesunde Menschen völlig unbedenklich. Der hohe Cholesteringehalt ist für die meisten Menschen kein Problem, da der Körper die eigene Produktion entsprechend anpasst. Bei familiärer Hypercholesterinämie solltest du mit dem Arzt sprechen.

Sind Krabben besser als andere Meeresfrüchte?

Wie andere Krustentiere gelten Krabben generell als proteinreich und fettarm, ein genauer Zahlenvergleich mit anderen Meeresfrüchten ist aber nicht möglich.

Können Kinder und Schwangere Krabben essen?

Gut durchgegarte Krabben sind für Schwangere und Kinder ab dem ersten Lebensjahr geeignet. Rohe oder unzureichend erhitzte Krabben sollten gemieden werden. Bei der ersten Gabe an Kleinkinder wegen des Allergiepotenzials vorsichtig anfangen.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.