Erbsen
Pisum sativum
Auch bekannt als: Gartenerbsen, Grüne Erbsen, Schoten, Schälerbsen, Palerbsen, Markerbsen, Zuckererbsen, Knackerbsen
Erbsen sind botanisch keine Gemüsesorte im engeren Sinn, sondern die Samen einer Hülsenfrucht – damit liefern sie deutlich mehr pflanzliches Protein als die meisten anderen Gemüsearten und zählen als Stickstoffbinder zu den bodenverbessernden Pflanzen im Gemüsebeet. Berühmt wurden sie durch Gregor Mendels Kreuzungsversuche im 19. Jahrhundert, mit denen er die Grundregeln der Vererbung entdeckte. Tiefkühlerbsen behalten ihre Nährstoffe oft besser als vermeintlich frische Ware aus dem Supermarkt, weil sie unmittelbar nach der Ernte schockgefrostet werden.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 170419, Stand 2026-08-22
Nachhaltigkeit
Erbsen binden als Leguminosen Stickstoff im Boden und verbessern so die Bodenqualität, was den Düngebedarf reduziert.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Erbsen können bei empfindlichen Personen Blähungen und Verdauungsbeschwerden verursachen, besonders bei größeren Mengen.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Erbsen enthalten zwar alle essentiellen Aminosäuren, aber vergleichsweise wenig Methionin – in Kombination mit Getreide wie Reis oder Brot ergänzt sich das Aminosäureprofil zu einer vollständigen Proteinquelle. Die enthaltenen Ballaststoffe verlangsamen die Kohlenhydrataufnahme und wirken sich dadurch günstig auf den Blutzuckerspiegel aus. Ein herzschützender Effekt der enthaltenen Saponine und Antioxidantien wird diskutiert, ist aber weniger gut untersucht als bei anderen Hülsenfrüchten.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM werden Erbsen als neutral bis leicht kühl eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Sie wirken auf Milz und Magen und unterstützen die Verdauungsfunktion. Erbsen stärken das Qi und helfen bei der Transformation von Feuchtigkeit im Körper. Sie gelten als nährend für das Blut und unterstützend bei schwacher Verdauungskraft.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Frische Erbsen sollten pralle, hellgrüne Schoten ohne gelbe Flecken haben und beim Öffnen knackige, süße Erbsen enthalten.
- Tiefkühlerbsen sind eine praktische Alternative und behalten ihre Nährstoffe gut.
- Getrocknete Erbsen sollten gleichmäßig gefärbt und frei von Rissen sein.
- Achten Sie bei verarbeiteten Erbsenprodukten auf geringen Salzgehalt und keine unnötigen Zusatzstoffe.
Häufige Fragen
Sind Erbsen ein vollständiges Protein?
Erbsen enthalten alle essentiellen Aminosäuren, haben aber einen niedrigeren Methioningehalt. In Kombination mit Getreide oder anderen Hülsenfrüchten ergeben sie ein vollständiges Aminosäureprofil.
Können Erbsen roh gegessen werden?
Junge, zarte Erbsen können roh verzehrt werden und sind süß und knackig. Ältere oder getrocknete Erbsen sollten gekocht werden, da sie schwer verdaulich sind.
Wie kann man Blähungen durch Erbsen vermeiden?
Langsame Gewöhnung an größere Mengen, gründliches Kauen und die Kombination mit verdauungsfördernden Gewürzen wie Kümmel oder Fenchel können Blähungen reduzieren.
Pestizid-Belastung
Erbsen - besonders als tiefgekühlte Ware - zählen zu den gering belasteten Gemüsen und stehen in der EWG-'Clean Fifteen'. Die Hülse schützt die Samen während des Wachstums.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.