Amaranth
Amaranthus caudatus
Auch bekannt als: Amarant, Fuchsschwanz, Inkaweizen, Inkakorn, Kiwicha
Amaranth ist ein nährstoffreiches Pseudogetreide, das mit seinem vollständigen Aminosäureprofil und glutenfreien Eigenschaften punktet. Die kleinen Körner liefern hochwertiges Protein, Magnesium und Eisen in beachtlichen Mengen. Der hohe Oxalatgehalt kann jedoch bei entsprechender Veranlagung problematisch werden. Insgesamt ist Amaranth eine wertvolle Bereicherung für eine ausgewogene Ernährung, besonders für Menschen mit Glutenunverträglichkeit.
Nährstoffprofil
Nachhaltigkeit
Amaranth ist ein ressourcenschonendes Pseudogetreide mit geringem Wasserbedarf und hoher Nährstoffdichte.
Warnhinweise
- Amaranth enthält Oxalate, die bei Personen mit Nierensteinen problematisch sein können.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Amaranth gilt als Pseudogetreide und ist von Natur aus glutenfrei. Mit seinem hohen Proteingehalt von über 13 Gramm pro 100 Gramm liefert er alle essentiellen Aminosäuren und ist damit eine vollwertige Proteinquelle. Der hohe Gehalt an Eisen, Magnesium und Phosphor macht ihn besonders wertvoll für die Mineralstoffversorgung. Studien zeigen, dass Amaranth aufgrund seines niedrigen glykämischen Index zur Blutzuckerstabilisierung beitragen kann.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Amaranth als neutral bis leicht wärmend eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Er tonisiert das Milz-Qi und stärkt die Verdauungskraft, wodurch er bei Schwäche und Erschöpfung eingesetzt wird. Amaranth nährt das Blut und kann bei Blutmangel-Zuständen hilfreich sein. Seine erdende Wirkung macht ihn zu einem wertvollen Nahrungsmittel für Menschen mit unruhigem Geist und schwacher Konstitution.
Worauf beim Kauf achten
- Bio-Qualität bevorzugen, da Amaranth Pestizide gut aufnimmt und die meisten Bio-Produkte aus nachhaltigen Quellen stammen
- Auf gleichmäßig kleine, runde Körner ohne Verfärbungen achten – gelbliche bis rötliche Farbtöne sind normal
- In dunklen, luftdichten Behältern bei Zimmertemperatur lagern, hält sich bis zu einem Jahr
- Gepufften Amaranth sparsam verwenden – er verliert durch die Verarbeitung viele Nährstoffe
Häufige Fragen
Muss man Amaranth vor dem Kochen einweichen?
Nein, Amaranth muss nicht eingeweicht werden. Ein kurzes Abspülen unter kaltem Wasser reicht aus, um eventuelle Bitterstoffe zu entfernen. Die Garzeit beträgt nur 15-20 Minuten.
Kann Amaranth bei Nierensteinen problematisch sein?
Ja, aufgrund des hohen Oxalatgehalts sollten Menschen mit Nierensteinen oder entsprechender Veranlagung Amaranth nur in Maßen konsumieren. Kalziumreiche Lebensmittel zur gleichen Mahlzeit können die Oxalataufnahme reduzieren.
Schmeckt Amaranth nach Getreide?
Amaranth hat einen mild-nussigen, leicht erdigen Geschmack und eine etwas klebrigere Konsistenz als klassisches Getreide. Viele beschreiben ihn als dezent und gut kombinierbar mit anderen Zutaten.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.