Buchweizen
Natürlich

Buchweizen

Fagopyrum esculentum

Auch bekannt als: Heidenkorn, Heiden, Blenden, Brein, Schwarzes Welschkorn, Heidegrütze, Tatarenkorn

85
Sehr gesund von 100 Punkten

Buchweizen ist trotz seines Namens kein Getreide, sondern ein nährstoffreiches Pseudogetreide. Mit seinem vollständigen Aminosäureprofil und einem Proteingehalt von 13,3 g pro 100 g liefert er hochwertiges pflanzliches Eiweiß. Das enthaltene Rutin kann die Gefäßgesundheit unterstützen, allerdings sollten Allergiker vorsichtig sein. Buchweizen ist naturgemäß glutenfrei und eignet sich daher auch für Menschen mit Zöliakie.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
niedrig
Magnesium
231 mg
Ballaststoffe
10 g
Protein
13.3 g
Zink
2.4 mg
Kalium
460 mg

Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 170286, Stand 2026-08-22

Nachhaltigkeit

Glutenfreie Alternative Regionaler Anbau möglich

Buchweizen ist eine robuste Pflanze, die wenig Dünger und Pestizide benötigt und als Bienenweide wertvoll für die Biodiversität ist.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Seltene allergische Reaktionen möglich, besonders bei Kreuzallergien zu anderen Knöterichgewächsen.

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Buchweizen ist ein nährstoffreiches Pseudogetreide mit vollständigem Aminosäureprofil und hohem Proteingehalt. Das enthaltene Rutin stärkt die Gefäßwände und kann den Blutdruck positiv beeinflussen. Der niedrige glykämische Index macht ihn besonders für Diabetiker geeignet. Die Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmflora und unterstützen die Gewichtskontrolle. Positive Effekte auf Cholesterinwerte und Herz-Kreislauf-Gesundheit werden Buchweizen zugeschrieben.

Wirkstoff Rutin, Quercetin, vollständige Aminosäuren
Evidenz Moderate Studienqualität
Dosierung 50-100g täglich als Beilage

Traditionelle Chinesische Medizin

In der TCM wird Buchweizen als thermisch kühl bis neutral eingeordnet und dem süßen Geschmack zugeschrieben. Er tonisiert Milz und Magen und reguliert das Qi in der Mitte. Buchweizen wird traditionell bei Verdauungsschwäche und zur Stärkung der Körpermitte eingesetzt. Seine kühlende Eigenschaft kann bei innerer Hitze und Entzündungszuständen hilfreich sein. Er harmonisiert die Verdauungsorgane und unterstützt die Transformation von Nahrung in Qi.

Thermik Kühl bis neutral
Geschmack Süß
Meridiane Milz, Magen
Wirkung Qi tonisierend, Mitte stärkend

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Bio-Qualität bevorzugen, da Buchweizen Schadstoffe aus dem Boden besonders gut aufnimmt
  • Auf hellbraune, gleichmäßige Körner ohne dunkle Flecken oder muffigen Geruch achten
  • Geschälten Buchweizen kühl und trocken lagern, da er ohne Schale schneller ranzig wird
  • Buchweizenmehl nur in kleinen Mengen kaufen, da es sich nicht lange hält

Häufige Fragen

Ist Buchweizen wirklich glutenfrei?

Ja, Buchweizen ist naturgemäß glutenfrei, da er botanisch nicht zu den Getreidearten gehört. Er eignet sich daher gut für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit. Beim Kauf von verarbeiteten Buchweizenprodukten sollte man dennoch auf entsprechende Kennzeichnungen achten.

Wie bereitet man Buchweizen richtig zu?

Buchweizen sollte vor dem Kochen kurz gespült werden. Das Verhältnis ist etwa 1:2 (Buchweizen zu Wasser), die Kochzeit beträgt 15-20 Minuten. Viele rösten die Körner vorher kurz in der Pfanne an, um den nussigen Geschmack zu verstärken.

Kann Buchweizen Allergien auslösen?

Ja, Buchweizenallergien sind möglich und können bei empfindlichen Personen sogar schwere Reaktionen auslösen. Besonders in Asien, wo Buchweizen häufiger verzehrt wird, sind solche Allergien bekannter. Bei ersten Anzeichen einer Unverträglichkeit sollte ein Arzt konsultiert werden.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.