Walnussöl
Juglans regia
Auch bekannt als: Walnußöl, Baumnussöl, Welschnussöl
Walnussöl liefert je 100 Gramm 63,3 Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren – mehr als Rapsöl (28,1 Gramm) oder Olivenöl (10,5 Gramm) –, überwiegend Linolsäure (Omega-6) mit einem Anteil Alpha-Linolensäure (Omega-3). Diesen Fettsäuren wird eine unterstützende Wirkung für das Herz-Kreislauf-System und Entzündungswerte zugeschrieben. Allerdings ist das Öl sehr hitzeempfindlich und sollte ausschließlich kalt verwendet werden. Für Menschen mit Nussallergien ist Vorsicht geboten.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 171030, Stand 2026-08-29. USDA-Eintrag unterscheidet nicht zwischen raffiniert und kaltgepresst/nativ – Nährwerte unterscheiden sich zwischen den Formen kaum, anders als bei Fettstufen oder Salzgehalt.
Nachhaltigkeit
Walnussöl aus regionalem Anbau bevorzugen, da lange Transportwege bei Importware die Ökobilanz verschlechtern.
Warnhinweise
- Walnussöl sollte nicht zum Braten oder Kochen bei hohen Temperaturen verwendet werden, da die mehrfach ungesättigten Fettsäuren oxidieren können.
- Personen mit Nussallergien sollten Walnussöl meiden, da allergische Reaktionen auftreten können.
Unverträglichkeiten
- Nussallergie
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren fällt bei Walnussöl günstiger aus als bei den meisten anderen Pflanzenölen, auch wenn Omega-6 weiterhin überwiegt – in einer Ernährung mit ohnehin viel Omega-6 ist das ein Vorteil gegenüber reinen Distel- oder Sonnenblumenölen. Die enthaltenen Polyphenole verleihen dem Öl seine charakteristische, leicht bittere Note, die beim Erhitzen schnell in einen unangenehm ranzigen Geschmack umschlägt – ein weiterer Grund, es ausschließlich kalt zu verwenden.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Walnussöl als thermisch neutral bis leicht warm eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Es nährt das Nieren-Yang und stärkt das Gehirn sowie die Knochen. Das Öl tonisiert das Blut und kann bei Trockenheit und Schwäche unterstützend wirken. Traditionell wird es zur Förderung der Lebensessenz und bei vorzeitiger Alterung eingesetzt. Die befeuchtende Eigenschaft macht es wertvoll bei Trockenheitssymptomen von Haut und Schleimhäuten.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Kaltgepresstes Bio-Walnussöl wählen – erkennbar an der goldgelben bis grünlichen Farbe und dem nussigen Aroma
- Kleine Flaschen bevorzugen, da das Öl nach dem Öffnen nur 2-3 Monate haltbar ist
- Dunkle Glasflaschen kaufen und kühl lagern – Licht und Wärme lassen das Öl schnell ranzig werden
- Auf Herkunftsangabe achten: Französische und deutsche Walnussöle gelten als besonders hochwertig
Häufige Fragen
Kann man Walnussöl zum Braten verwenden?
Nein, Walnussöl sollte niemals erhitzt werden. Die wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden durch Hitze zerstört und das Öl wird bitter. Verwende es ausschließlich für Salate, Dressings oder zum Verfeinern bereits gegarter Speisen.
Wie viel Walnussöl sollte man täglich zu sich nehmen?
Ein bis zwei Teelöffel täglich reichen aus, um von den ungesättigten Fettsäuren zu profitieren. Mehr ist nicht nötig, da Walnussöl sehr kalorienreich ist und der Körper die wertvollen Fettsäuren nur in begrenzten Mengen verwerten kann.
Warum wird Walnussöl so schnell ranzig?
Der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren macht Walnussöl besonders oxidationsanfällig. Licht, Wärme und Sauerstoff beschleunigen diesen Prozess. Angebrochene Flaschen gehören daher in den Kühlschrank und sollten zügig verbraucht werden.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.