Olivenöl
Olea europaea
Auch bekannt als: Olivenoel, Oliven-Öl, Baumöl, Öl aus Oliven, natives Olivenöl, extra vergine Olivenöl
Olivenöl gilt zu Recht als eines der gesündesten Fette – besonders extra natives Olivenöl punktet mit wertvollen einfach ungesättigten Fettsäuren und antioxidativen Polyphenolen. Diese Kombination kann Entzündungen hemmen und das Herz-Kreislauf-System unterstützen. Der einzige Wermutstropfen: Mit etwa 900 Kalorien pro 100 ml sollte man es trotz aller Vorteile sparsam verwenden. Qualität macht hier den entscheidenden Unterschied.
Nährstoffprofil
Nachhaltigkeit
Natives Olivenöl aus europäischem Anbau hat eine relativ gute CO₂-Bilanz und ist nachhaltiger als tierische Fette.
Warnhinweise
- Olivenöl ist sehr kalorienreich mit etwa 884 kcal pro 100g. Bei übermäßigem Verzehr kann es zu Gewichtszunahme führen.
Unverträglichkeiten
- Bei akuten Gallenblasenentzündungen oder Gallensteinen sollte der Fettkonsum eingeschränkt werden, da Fette die Gallenproduktion anregen.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Olivenöl, besonders extra natives Olivenöl, ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien wie Vitamin E und Polyphenolen. Studien zeigen, dass regelmäßiger Konsum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Die enthaltenen Polyphenole wirken entzündungshemmend und können vor oxidativem Stress schützen. Olivenöl unterstützt die Aufnahme fettlöslicher Vitamine und kann positive Effekte auf den Cholesterinspiegel haben.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Olivenöl als neutral bis leicht warm eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Es befeuchtet Trockenheit und nährt das Yin, besonders von Lunge und Dickdarm. Olivenöl kann bei trockener Haut, trockenem Husten und Verstopfung durch Trockenheit hilfreich sein. Es unterstützt die Verdauung und kann bei Menschen mit Qi-Stagnation die Bewegung fördern. In der äußeren Anwendung wird es traditionell zur Hautpflege und bei trockenen Ekzemen verwendet.
Worauf beim Kauf achten
- Extra natives Olivenöl wählen – nur bei dieser Güteklasse bleiben hitzeempfindliche Antioxidantien erhalten
- Dunkle Glasflaschen bevorzugen, da Licht die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört
- Herkunftsangabe beachten – Öle aus einer Region sind oft hochwertiger als Mischungen verschiedener EU-Länder
- Nach Anbruch innerhalb von 3-6 Monaten verbrauchen und kühl, dunkel lagern
Häufige Fragen
Kann man mit Olivenöl heiß braten und kochen?
Extra natives Olivenöl eignet sich für mittlere Temperaturen bis etwa 180°C, also für die meisten Zubereitungsarten. Nur beim scharfen Anbraten über 200°C sollte man auf raffiniertes Olivenöl oder andere hitzebeständige Öle ausweichen.
Wie erkenne ich hochwertiges Olivenöl?
Gutes Olivenöl riecht frisch-fruchtig und schmeckt leicht bitter oder pfeffrig – das sind Zeichen für gesunde Polyphenole. Billiges Öl hingegen ist oft geschmacksneutral oder ranzig.
Ist Olivenöl wirklich so kalorienreich wie andere Fette?
Ja, Olivenöl hat wie alle Fette etwa 9 Kalorien pro Gramm. Der Vorteil liegt in der Qualität der Fettsäuren und den zusätzlichen Antioxidantien, nicht im Kaloriengehalt.
Wo wird Olivenöl am meisten konsumiert?
Werte basieren auf der Pro-Kopf-Versorgung (Food supply quantity) der FAO Food Balance Sheets.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.