Rhabarber
Rheum rhabarbarum
Rhabarber ist botanisch gesehen ein Gemüse, wird aber meist wie Obst zubereitet. Seine säuerlichen, fleischigen Stiele sind reich an Vitamin C und Ballaststoffen. Besonders im Frühling geschätzt, bringt Rhabarber Frische in die Küche. Allerdings erfordert sein hoher Oxalsäure-Gehalt einen bewussten Umgang.
Nährwerte
Gefahren
- Oxalsäure-Gehalt
- Nierensteinrisiko
Warnhinweise
- Rhabarber enthält hohe Mengen an Oxalsäure, die bei übermäßigem Verzehr die Calciumaufnahme hemmen und zur Nierensteinbildung beitragen kann.
- Die Rhabarberblätter enthalten sehr hohe Oxalsäure-Konzentrationen und sind giftig - nur die Stiele sind zum Verzehr geeignet.
Unverträglichkeiten
- Nierensteine
- Oxalat-Sensitivität
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Rhabarber ist reich an Vitamin C und Ballaststoffen, die das Immunsystem stärken und die Verdauung fördern. Die enthaltenen Anthochinone wirken antioxidativ und können entzündungshemmende Eigenschaften haben. Der hohe Wassergehalt und niedrige Kaloriengehalt machen Rhabarber zu einem idealen Lebensmittel für die Gewichtskontrolle. Allerdings sollte der hohe Oxalsäure-Gehalt beachtet werden, der bei empfindlichen Personen problematisch sein kann.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM gilt Rhabarber als kühl und sauer im Geschmack. Er leitet Hitze aus dem Körper aus und kann bei Verdauungsbeschwerden durch Hitze-Ansammlung eingesetzt werden. Rhabarber wirkt befeuchtend auf die Säfte und kann trockene Verstopfung lösen. Seine kühlende Natur macht ihn besonders wertvoll in der warmen Jahreszeit zur Temperaturregulation des Körpers.
Empfohlene Tagesmenge
100-200g
Als Kompott oder in Kuchen, nicht täglich wegen Oxalsäure-Gehalt
Worauf beim Kauf achten
- Wählen Sie feste, knackige Stiele ohne welke Stellen oder braune Verfärbungen
- Junge, dünne Stiele sind zarter und weniger faserig als dicke
- Rote Stiele sind oft süßer als grüne Sorten
- Kaufen Sie regionalen Rhabarber zwischen April und Juni für beste Qualität
Häufige Fragen
Warum sollte man Rhabarberblätter nicht essen?
Rhabarberblätter enthalten extrem hohe Mengen an Oxalsäure und anderen giftigen Substanzen. Sie können Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Atemprobleme verursachen.
Wie kann man den Oxalsäure-Gehalt reduzieren?
Schälen Sie die Stiele und kochen Sie den Rhabarber, da dies den Oxalsäure-Gehalt reduziert. Kombinieren Sie ihn mit calciumreichen Lebensmitteln wie Milchprodukten.
Bis wann kann man Rhabarber ernten?
Traditionell endet die Rhabarbersaison am 24. Juni (Johannistag). Danach steigt der Oxalsäure-Gehalt stark an und die Pflanze sollte sich für das nächste Jahr regenerieren.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.