Rapsöl
Brassica napus
Auch bekannt als: Raps-Öl, Rapskernöl, Rübsenöl, Rüböl, Kohlsaatöl, Colzaöl
Rapsöl gilt als eines der ausgewogensten Speiseöle in der Küche – sein Vitamin-E- und Vitamin-K-Gehalt liegt deutlich über dem von Olivenöl, und sein Fettsäureprofil enthält nennenswerte Mengen Alpha-Linolensäure, eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Diesem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren wird eine unterstützende Wirkung für die Herzgesundheit zugeschrieben. Der einzige wichtige Vorbehalt: Bei starker Erhitzung über 180°C können sich die ungesättigten Fettsäuren zersetzen.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 172336, Stand 2026-08-29. USDA-Eintrag unterscheidet nicht zwischen raffiniert und kaltgepresst/nativ – Nährwerte unterscheiden sich zwischen den Formen kaum, anders als bei Fettstufen oder Salzgehalt.
Nachhaltigkeit
Rapsöl aus deutschem oder europäischem Anbau hat kurze Transportwege und eine deutlich bessere CO₂-Bilanz als importierte Pflanzenöle.
Warnhinweise
- Bei zu starker Erhitzung können schädliche Transfette entstehen. Rapsöl sollte nicht über 180°C erhitzt werden.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Der hohe Vitamin-E-Gehalt schützt die enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure vor Oxidation und macht Rapsöl dadurch stabiler als andere Omega-3-reiche Pflanzenöle wie Leinöl. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt es deshalb ausdrücklich als Alltagsöl sowohl für Salate als auch zum Braten – eine Doppelfunktion, die nur wenige Öle bieten.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Rapsöl als neutral bis leicht kühl eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Es nährt das Yin und befeuchtet Trockenheit, besonders in Lunge und Darm. Das Öl unterstützt die Transformation von Nahrung und kann bei trockener Haut und Verstopfung hilfreich sein. Es harmonisiert die Mitte und stärkt die Essenz ohne zu sehr zu erwärmen.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Wählen Sie natives oder kaltgepresstes Rapsöl für Salate und schonendes Braten – raffiniertes Rapsöl für höhere Temperaturen
- Achten Sie auf die Herkunft: Deutsche oder EU-Rapsöle haben meist kürzere Transportwege und strengere Qualitätskontrollen
- Lagern Sie Rapsöl dunkel und kühl – nach dem Öffnen sollte es innerhalb von 6-8 Monaten verbraucht werden
- Bio-Qualität garantiert den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und Gentechnik
Häufige Fragen
Kann man mit Rapsöl heiß braten und frittieren?
Raffiniertes Rapsöl eignet sich gut zum Braten bis 180°C. Natives Rapsöl solltest du nur für schonendes Braten verwenden, da die wertvollen ungesättigten Fettsäuren bei zu hohen Temperaturen leiden. Zum Frittieren greife besser zu hitzebeständigeren Ölen.
Ist Rapsöl besser als Olivenöl?
Beide Öle haben ihre Stärken: Rapsöl punktet mit dem besseren Omega-3-Gehalt und der Hitzebeständigkeit, Olivenöl mit antioxidativen Polyphenolen. Ideal ist eine Kombination beider Öle je nach Verwendungszweck.
Wie gesund ist Rapsöl wirklich?
Rapsöl hat mit 63,3 Gramm einfach ungesättigten Fettsäuren je 100 Gramm sowie Vitamin E und K ein günstiges Nährstoffprofil. Diesen Fettsäuren wird eine unterstützende Wirkung für die Herzgesundheit zugeschrieben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Rapsöl für die tägliche Küche.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.