Manuka Honig
Leptospermum scoparium
Auch bekannt als: Manukahonig, Manuka-Honig, Neuseeland Honig, Teebaum Honig, MGO Honig, Aktiver Honig
Manuka Honig aus Neuseeland wird aus dem Nektar des Manuka-Strauchs (Leptospermum scoparium) gewonnen und enthält ungewöhnlich viel Methylglyoxal (MGO), das in Laboruntersuchungen eine antibakterielle Wirkung zeigt, auch gegen multiresistente Bakterien wie MRSA. Seine Stärke wird über den MGO- oder UMF-Wert auf dem Etikett angegeben – eine eigene Potenzskala neben der gewöhnlichen Nährwerttabelle, die sich kaum von normalem Honig unterscheidet. Echter Manuka Honig ist entsprechend teuer, und der Markt ist von Fälschungen durchsetzt, weshalb sich ein Blick auf Herkunftszertifikate lohnt. Diabetiker und Säuglinge sollten trotz der besonderen Eigenschaften vorsichtig sein, da es sich weiterhin um Zucker handelt.
Nährstoffprofil · unverifiziert (je 100 g)
Nährwerte nicht extern verifiziert.
Nachhaltigkeit
Manuka Honig stammt ausschließlich aus Neuseeland, was lange Transportwege und einen hohen CO2-Fußabdruck bedeutet.
Warnhinweise
- Honig kann Clostridium botulinum-Sporen enthalten, die bei Säuglingen zu lebensbedrohlichem Botulismus führen können.
- Hoher Zuckergehalt kann den Blutzuckerspiegel stark erhöhen und erfordert entsprechende Anpassung der Medikation.
Unverträglichkeiten
- Honigallergie
- Pollenallergie
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Manuka Honig enthält Methylglyoxal (MGO), dessen antibakterielle Wirkung in Laboruntersuchungen gut belegt ist, auch gegen multiresistente Bakterien wie MRSA. Für die klinische Anwendung bei Wundbehandlung und Atemwegsinfekten liegt eine moderate, aber vorhandene Evidenz vor. Die Stärke des Honigs wird über den UMF-Wert (Unique Manuka Factor) oder den MGO-Gehalt angegeben – eine eigene Potenzskala, die unabhängig von der üblichen Nährwerttabelle auf dem Etikett steht.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Honig als süß und neutral bis leicht warm eingestuft und dem Lungen-, Milz- und Dickdarm-Meridian zugeordnet. Er tonisiert die Mitte, befeuchtet Trockenheit und harmonisiert andere Arzneimittel. Manuka Honig wird besonders bei Lungen-Trockenheit mit trockenem Husten und bei Milz-Qi-Schwäche eingesetzt. Seine befeuchtende Eigenschaft macht ihn wertvoll bei innerer Trockenheit und zur Unterstützung der Verdauungskraft. Die warme Thermik stärkt das Yang-Qi und wärmt die Mitte.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Achten Sie auf den MGO-Wert auf dem Etikett – mindestens MGO 100+ für therapeutische Wirkung, MGO 400+ für stärkere Effekte
- Kaufen Sie nur bei seriösen Händlern mit Zertifikat der neuseeländischen Behörden (MPI-Nummer auf der Verpackung)
- Echter Manuka Honig kostet deutlich mehr als normaler Honig – Schnäppchen sind meist gefälscht
- Lagern Sie den Honig bei Raumtemperatur und verschlossen – er kristallisiert langsamer als andere Honigsorten
Häufige Fragen
Wie viel Manuka Honig darf man täglich essen?
Manuka-Honig besteht wie jeder Honig überwiegend aus Zucker. Die WHO empfiehlt, freien Zucker auf unter 10, idealerweise unter 5 Prozent der Tagesenergie zu begrenzen. Schon ein bis zwei Teelöffel schöpfen davon einen spürbaren Teil aus. Die besonderen antibakteriellen Eigenschaften ändern nichts am Zuckergehalt.
Kann man Manuka Honig in heißen Tee geben?
Temperaturen über 40°C können die empfindlichen Enzyme und MGO-Verbindungen zerstören. Für therapeutische Wirkung solltest du den Honig pur einnehmen oder in lauwarme Getränke rühren.
Ist Manuka Honig für Diabetiker geeignet?
Trotz seiner gesundheitlichen Vorteile ist Manuka Honig immer noch Zucker und lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen. Diabetiker sollten ihn nur nach Rücksprache mit dem Arzt und in sehr kleinen Mengen verwenden.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.