Kurkuma
Natürlich

Kurkuma

Curcuma longa

Auch bekannt als: Turmeric, Gelbwurz

90
Sehr gesund von 100 Punkten

Kurkuma ist die Wurzel der Pflanze Curcuma longa und wird vor allem wegen ihres Farb- und Aromastoffs Curcumin geschätzt. Dem Curcumin wird eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben, die bei Themen wie Gelenkbeschwerden oder Verdauung diskutiert wird. Allein aufgenommen ist Curcumin jedoch kaum bioverfügbar – erst in Kombination mit schwarzem Pfeffer verbessert sich die Aufnahme deutlich. Bei Gallensteinen oder unter Blutverdünnern ist Vorsicht geboten, da Kurkuma die Gallenproduktion anregt und die Wirkung von Blutverdünnern verstärken kann.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
niedrig
Eisen 55 mg
Kalium 2080 mg
Ballaststoffe 22.7 g
Magnesium 208 mg
Zink 4.5 mg

Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 172231, Stand 2026-08-28

Nachhaltigkeit

Lange Transportwege

Kurkuma wird hauptsächlich in Indien und Südostasien angebaut und hat daher weite Transportwege, wird jedoch in kleinen Mengen verwendet.

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Curcumin allein wird kaum aufgenommen – kombiniert mit Piperin aus schwarzem Pfeffer verbessert sich die Bioverfügbarkeit deutlich. In hohen Dosen (mehr als 8 Gramm pro Tag) sind Magen-Darm-Beschwerden möglich. Kurkuma kann die Wirkung von Blutverdünnern verstärken.

Unverträglichkeiten

  • Kurkuma regt die Gallenproduktion an. Bei Gallensteinen oder Gallenwegsverschluss meiden.

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Die auffällig hohen Mineralstoffwerte in der Tabelle täuschen etwas – Kurkuma wird meist nur teelöffelweise verwendet, entsprechend gering bleibt der tatsächliche Beitrag zur Tagesversorgung. Eine unterstützende Wirkung des enthaltenen Curcumins bei Arthrose, Colitis oder dem metabolischen Syndrom wird in der Forschung diskutiert, gilt aber nicht als abschließend belegt. In der ayurvedischen und traditionellen indischen Medizin gehört Kurkuma dagegen seit Jahrhunderten zu den meistgenutzten Gewürzen überhaupt.

Wirkstoff Curcumin, Demethoxycurcumin
Evidenz Vielversprechend, Bioverfügbarkeit begrenzt
Dosierung 1–3 g / Tag mit Pfeffer

Traditionelle Chinesische Medizin

Kurkuma (Jiang Huang) bewegt das Blut und löst Stagnation. Es wird bei Schmerzen durch Blut-Stase eingesetzt und unterstützt den freien Fluss des Leber-Qi. Klassisches Mittel bei Menstruationsschmerzen und traumatischen Verletzungen.

Thermik Warm
Geschmack Scharf, bitter
Meridiane Milz, Magen, Leber
Wirkung Blut bewegend, Stase lösend

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Bio-Kurkuma wählen, da konventionelle oft bestrahlt oder chemisch behandelt wird
  • Frische Kurkumawurzel hat höhere Wirkstoffkonzentration als getrocknetes Pulver
  • Luftdicht und dunkel lagern - Licht zerstört das wertvolle Curcumin
  • Auf intensive goldgelbe Farbe achten - blasse Produkte sind oft minderwertig

Passt zu

Reis Kokosmilch Ingwer Currys

Häufige Fragen

Wie viel Kurkuma sollte man täglich essen?

Für den Wirkstoff Curcumin hat die EFSA eine akzeptable tägliche Aufnahmemenge von 0-3 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Da Kurkumapulver nur einen kleinen Curcumin-Anteil enthält, ist diese Menge über normale Küchenmengen kaum zu erreichen. Üblich sind ein bis drei Teelöffel täglich, am besten zusammen mit etwas Fett und schwarzem Pfeffer für eine bessere Aufnahme.

Warum soll man Kurkuma mit schwarzem Pfeffer kombinieren?

Das Piperin im schwarzen Pfeffer hemmt den Abbau von Curcumin in der Leber und steigert so die Aufnahme um das 20-fache. Bereits eine Prise schwarzer Pfeffer reicht aus, um die Bioverfügbarkeit deutlich zu verbessern.

Kann Kurkuma Medikamente beeinflussen?

Kurkuma kann die Wirkung von Blutverdünnern verstärken und sollte vor Operationen abgesetzt werden. Bei Gallensteinen kann es Koliken auslösen. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die Kurkuma-Einnahme mit dem Arzt besprechen.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.