Mangold
Beta vulgaris subsp. vulgaris
Auch bekannt als: Krautstiel, Stielmangold, Blattmangold, Schnittmangold, Römischer Kohl, Beißkohl, Rippenmangold
Mangold ist ein ernährungsphysiologisches Kraftpaket unter den Blattgemüsen und verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit in der Küche. Mit seinem außergewöhnlich hohen Vitamin K-Gehalt unterstützt er Knochengesundheit und Blutgerinnung, während die bunten Stiele zusätzliche Antioxidantien liefern. Der einzige Vorbehalt: Wie Spinat enthält auch Mangold Oxalsäure, weshalb Menschen mit Nierensteinen in der Vorgeschichte vorsichtig sein sollten. Ansonsten ist dieses vielseitige Gemüse eine hervorragende Ergänzung für eine ausgewogene Ernährung.
Nährstoffprofil
Nachhaltigkeit
Mangold aus regionalem Freilandanbau hat eine sehr gute Ökobilanz mit kurzen Transportwegen und geringem Ressourcenverbrauch.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Mangold enthält Oxalsäure, die bei Nierensteinen problematisch sein kann. Menschen mit Nierenproblemen sollten den Verzehr einschränken.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Mangold ist ein nährstoffreiches Blattgemüse mit außergewöhnlich hohem Vitamin K-Gehalt, das für die Knochengesundheit und Blutgerinnung essentiell ist. Die enthaltenen Carotinoide wie Beta-Carotin und Lutein unterstützen die Augengesundheit und wirken antioxidativ. Der hohe Magnesiumgehalt fördert die Muskelfunktion und kann zur Regulierung des Blutdrucks beitragen. Die Nitrate im Mangold können die Durchblutung verbessern und die sportliche Leistungsfähigkeit steigern.
Traditionelle Chinesische Medizin
Mangold wird in der TCM als kühl und süß-bitter eingestuft und dem Leber- und Magen-Meridian zugeordnet. Er wirkt Hitze ausleitend und kann bei innerer Unruhe und Hitzegefühlen verwendet werden. Die kühlende Eigenschaft macht ihn besonders wertvoll bei Yang-Überschuss und Leber-Qi-Stagnation. Mangold nährt das Blut und kann bei Blutmangel-Zuständen unterstützend wirken. In der Sommerzeit wird er geschätzt, um übermäßige Körperhitze zu regulieren.
Worauf beim Kauf achten
- Wählen Sie Mangold mit knackigen, unbeschädigten Blättern ohne gelbe oder welke Stellen
- Die Stiele sollten fest und saftig aussehen – bunte Sorten enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe
- Im Kühlschrank hält sich Mangold nur 2-3 Tage, daher möglichst frisch verarbeiten
- Regionale Ware von Mai bis Oktober bevorzugen, da dann Nährstoffgehalt und Geschmack optimal sind
Häufige Fragen
Kann man Mangold roh essen?
Junge, zarte Mangoldblätter können roh als Salat gegessen werden, ältere Blätter sollten jedoch gekocht werden. Die Stiele sind roh eher zäh und werden besser gedünstet oder gebraten.
Wie bereitet man Mangold richtig zu?
Stiele und Blätter getrennt zubereiten, da die Stiele länger brauchen. Stiele zuerst 3-4 Minuten anbraten oder dünsten, dann die Blätter nur kurz dazugeben. So bleiben Nährstoffe und Farbe erhalten.
Ist Mangold bei Nierensteinen gefährlich?
Menschen mit Calcium-Oxalat-Nierensteinen sollten oxalsäurereiche Lebensmittel wie Mangold nur in Maßen genießen. Durch Kochen wird die Oxalsäure reduziert, und die Kombination mit calciumreichen Lebensmitteln kann die Aufnahme verringern.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.