Mangold
Natürlich

Mangold

Beta vulgaris subsp. vulgaris

Auch bekannt als: Krautstiel, Stielmangold, Blattmangold, Schnittmangold, Römischer Kohl, Beißkohl, Rippenmangold

85
Sehr gesund von 100 Punkten Pestizid-Belastung: mittel

Mangold gehört zur selben Pflanzenart wie die Rote Bete, wird aber wegen seiner Blätter und Stiele statt der Wurzel angebaut. Er hat einen der höchsten Vitamin-K-Werte unter gängigem Blattgemüse, während die bunten Stiele je nach Sorte zusätzliche Antioxidantien liefern. Wie Spinat enthält auch Mangold Oxalsäure, weshalb Menschen mit Nierensteinen in der Vorgeschichte vorsichtig sein sollten.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
nur frisch
Vitamin K
830 µg
Vitamin A
306 µg
Vitamin C
30 mg
Magnesium
81 mg
Kalium
379 mg

Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 169991, Stand 2026-08-22

Nachhaltigkeit

Regionaler Anbau möglich

Mangold aus regionalem Freilandanbau hat eine sehr gute Ökobilanz mit kurzen Transportwegen und geringem Ressourcenverbrauch.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Mangold enthält Oxalsäure, die bei Nierensteinen problematisch sein kann. Menschen mit Nierenproblemen sollten den Verzehr einschränken.

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Den enthaltenen Nitraten wird ein positiver Effekt auf die Durchblutung und die sportliche Leistungsfähigkeit zugeschrieben, ähnlich wie bei Rote Bete. Der hohe Magnesiumgehalt unterstützt zusätzlich die Muskelfunktion. Kochen reduziert den Oxalsäuregehalt spürbar, weshalb gegarter Mangold für empfindliche Personen verträglicher ist als roh.

Wirkstoff Vitamin K, Magnesium, Beta-Carotin, Lutein
Evidenz Gut dokumentiert
Dosierung 100-200g täglich

Traditionelle Chinesische Medizin

Mangold wird in der TCM als kühl und süß-bitter eingestuft und dem Leber- und Magen-Meridian zugeordnet. Er wirkt Hitze ausleitend und kann bei innerer Unruhe und Hitzegefühlen verwendet werden. Die kühlende Eigenschaft macht ihn besonders wertvoll bei Yang-Überschuss und Leber-Qi-Stagnation. Mangold nährt das Blut und kann bei Blutmangel-Zuständen unterstützend wirken. In der Sommerzeit wird er geschätzt, um übermäßige Körperhitze zu regulieren.

Thermik Kühl
Geschmack Süß, bitter
Meridiane Leber, Magen
Wirkung Hitze ausleitend, Blut nährend

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Wählen Sie Mangold mit knackigen, unbeschädigten Blättern ohne gelbe oder welke Stellen
  • Die Stiele sollten fest und saftig aussehen – bunte Sorten enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe
  • Im Kühlschrank hält sich Mangold nur 2-3 Tage, daher möglichst frisch verarbeiten
  • Regionale Ware von Mai bis Oktober bevorzugen, da dann Nährstoffgehalt und Geschmack optimal sind

Häufige Fragen

Kann man Mangold roh essen?

Junge, zarte Mangoldblätter können roh als Salat gegessen werden, ältere Blätter sollten jedoch gekocht werden. Die Stiele sind roh eher zäh und werden besser gedünstet oder gebraten.

Wie bereitet man Mangold richtig zu?

Stiele und Blätter getrennt zubereiten, da die Stiele länger brauchen. Stiele zuerst 3-4 Minuten anbraten oder dünsten, dann die Blätter nur kurz dazugeben. So bleiben Nährstoffe und Farbe erhalten.

Ist Mangold bei Nierensteinen gefährlich?

Menschen mit Calcium-Oxalat-Nierensteinen sollten oxalsäurereiche Lebensmittel wie Mangold nur in Maßen genießen. Durch Kochen wird die Oxalsäure reduziert, und die Kombination mit calciumreichen Lebensmitteln kann die Aufnahme verringern.

Pestizid-Belastung

mittel CVUA Stuttgart – Berichte Pflanzenschutzmittelrückstände 2023

Mangold zählt zum Blattgemüse, das im CVUA-Monitoring zu den am stärksten mit Rückständen behafteten Gemüsegruppen gehört. Die Rückstände sitzen auf der großen Blattoberfläche.

Blätter einzeln unter fließendem Wasser waschen. Bei häufigem Verzehr Bio bevorzugen.
Quelle: CVUA Stuttgart – Berichte Pflanzenschutzmittelrückstände (2023). Rückstandsdaten sind stichprobenbasiert und schwanken je nach Erntejahr und Herkunft.
→ Alle Lebensmittel im Vergleich

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.