Mango
Mangifera indica
Auch bekannt als: Mangofrucht
Mangos gehören botanisch zur selben Pflanzenfamilie wie Cashewkerne und Pistazien – bei Allergien gegen diese Nüsse ist deshalb gelegentlich Vorsicht geboten. Sie liefern Beta-Carotin für Abwehrkräfte und Haut sowie Antioxidantien wie Mangiferin, denen eine zellschützende Wirkung zugeschrieben wird. Menschen mit Diabetes oder Gewichtsproblemen sollten den vergleichsweise hohen Fruchtzuckergehalt im Blick behalten.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 169910, Stand 2026-08-20
Nachhaltigkeit
Mangos werden meist aus tropischen Ländern importiert, was einen hohen CO₂-Fußabdruck verursacht – Bio- und Fairtrade-Produkte bevorzugen.
Warnhinweise
- Mangos enthalten relativ viel Fruchtzucker und sollten bei Diabetes oder Gewichtsreduktion in Maßen genossen werden. Eine ganze große Mango kann bereits 30-40g Zucker enthalten.
Unverträglichkeiten
- Menschen mit Birkenpollenallergie können auf Mango mit Juckreiz im Mund oder Hautreaktionen reagieren. Auch bei Latexallergie sind Kreuzreaktionen beschrieben.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Beta-Carotin wird mit der Sehkraft und Hautgesundheit in Verbindung gebracht, dazu enthält die Mango Antioxidantien wie Quercetin und Mangiferin. Ein positiver Effekt auf Cholesterinspiegel und Entzündungswerte wird diskutiert, gilt aber nicht als gesichert. Es gibt hunderte Mango-Sorten weltweit, die sich in Süße und Fasergehalt stark unterscheiden – die im deutschen Handel übliche Kent-Sorte gehört zu den faserärmeren.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM gilt die Mango als süß und kühl, sie befeuchtet die Lunge und harmonisiert den Magen. Sie wird traditionell bei trockenem Husten und zur Stärkung der Körperflüssigkeiten eingesetzt. Die kühlende Eigenschaft macht sie besonders wertvoll bei innerer Hitze und in warmen Jahreszeiten. Mangos nähren das Yin und können bei Trockenheitssymptomen wie trockener Haut oder Verstopfung hilfreich sein. Allerdings sollten Menschen mit schwacher Milz-Energie aufgrund der kühlenden Natur vorsichtig sein.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Reife Mangos geben auf sanften Druck leicht nach und duften am Stielansatz süßlich-fruchtig
- Bio-Mangos sind oft weniger mit Pestiziden belastet und reifen meist natürlicher am Baum
- Unreife Mangos bei Zimmertemperatur nachreifen lassen, reife Exemplare im Kühlschrank maximal 5 Tage lagern
- Flugmangos aus fernen Ländern haben oft mehr Aroma als unreif geerntete Schiffware
Häufige Fragen
Kann man die Schale von Mangos mitessen?
Die Schale ist grundsätzlich essbar, kann aber Pestizidrückstände enthalten und bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen. Bei Bio-Mangos ist das Risiko geringer, trotzdem sollte die Schale gründlich gewaschen werden.
Wie viel Mango darf man pro Tag essen?
Eine halbe bis ganze Mango täglich ist für die meisten Menschen unbedenklich. Das entspricht etwa 150-300 Gramm und liefert bereits den Tagesbedarf an Vitamin C, ohne zu viel Fruchtzucker aufzunehmen.
Sind Mangos für Diabetiker geeignet?
Mangos enthalten viel Fruchtzucker und können den Blutzucker schnell ansteigen lassen. Diabetiker sollten sie in kleinen Mengen und am besten zusammen mit ballaststoffreichen Lebensmitteln oder Proteinen konsumieren.
Pestizid-Belastung
Mangos gehören dank ihrer dicken Schale zu den weniger belasteten Früchten. Das Fruchtfleisch ist gut geschützt, auch wenn die Früchte meist aus Drittländern importiert werden.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.