Kombucha
Medusomyces gisevii
Kombucha entsteht, wenn eine symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefen – kurz SCOBY genannt – gesüßten Tee über mehrere Tage bis Wochen fermentiert und dabei einen Teil des Zuckers in Säuren und geringe Mengen Alkohol umwandelt. Die Kultur lässt sich immer wieder vermehren und weitergeben, weshalb viele Menschen ihren Kombucha selbst zu Hause ansetzen – dabei ist Sauberkeit entscheidend, da sich bei unsachgemäßer Herstellung auch unerwünschte Keime ausbreiten können. Der Restalkohol bleibt meist gering, kann aber schwanken.
Nährwerte: USDA FoodData Central (FNDDS (Survey)), Eintrag 2710509, Stand 2026-08-31
Gefahren
- Übersäuerung bei übermäßigem Konsum
- Alkoholgehalt
- Kontamination bei Eigenherstellung
Warnhinweise
- Kombucha enthält durch die Fermentation natürlicherweise einen geringen Alkoholgehalt von 0,5-2%. Schwangere und Kinder sollten vorsichtig sein.
- Bei unsachgemäßer Herstellung können schädliche Bakterien oder Schimmelpilze entstehen. Hygiene und richtige Fermentation sind entscheidend.
Unverträglichkeiten
- Histaminintoleranz
- Candida-Infektionen
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Den enthaltenen Probiotika sowie Polyphenolen aus dem Tee werden eine unterstützende Wirkung auf die Darmflora und antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben, die Forschung dazu steht aber noch relativ am Anfang. Der niedrige pH-Wert und die während der Fermentation entstehenden organischen Säuren können zusätzlich die Verdauung unterstützen.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Kombucha als erfrischend und entgiftend betrachtet. Die kühlende Thermik kann Hitze ausleiten und bei feuchter Hitze im Körper hilfreich sein. Der saure Geschmack stärkt die Leber und unterstützt die Qi-Zirkulation. Die fermentativen Eigenschaften fördern die Milz-Funktion und können bei Verdauungsschwäche unterstützend wirken. Bei Kälte-Konstitutionen sollte der Konsum moderiert werden.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.