Kokosöl
Cocos nucifera
Auch bekannt als: Coconut Oil, Kokosfett
Kokosöl ist ein umstrittenes Fett mit interessanten Eigenschaften. Es enthält etwa 50% Laurinsäure, eine mittelkettige Fettsäure mit antimikrobiellen Eigenschaften, die schneller verstoffwechselt wird als andere Fette. Der hohe Anteil gesättigter Fettsäuren (etwa 90%) macht es jedoch zu einem Fett, das nur in Maßen verwendet werden sollte. Als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung kann es durchaus seinen Platz haben.
Nährstoffprofil
Nachhaltigkeit
Kokosöl wird aus tropischen Regionen importiert und der Anbau kann zur Regenwaldabholzung beitragen – Bio- und Fair-Trade-Siegel bevorzugen.
Gefahren
- Kokosöl ist sehr kalorienreich und kann bei übermäßigem Verzehr zu Gewichtszunahme führen. Ein Esslöffel enthält etwa 120 Kalorien.
Warnhinweise
- Kokosöl besteht zu über 90% aus gesättigten Fettsäuren, was bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen berücksichtigt werden sollte. Die Studienlage zur Wirkung auf den Cholesterinspiegel ist uneinheitlich.
Unverträglichkeiten
- Menschen mit Kokosnussallergie sollten Kokosöl meiden. Allergische Reaktionen können Hautausschläge, Verdauungsbeschwerden oder Atemprobleme umfassen.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Kokosöl enthält etwa 50% Laurinsäure, eine mittelkettige Fettsäure mit antimikrobiellen Eigenschaften. MCT-Öle (mittelkettige Triglyceride) werden schneller verstoffwechselt als langkettige Fettsäuren und können direkter zur Energiegewinnung genutzt werden. Studien zeigen moderate antibakterielle und antivirale Wirkungen der Laurinsäure. Die hohe Hitzebeständigkeit macht es zum stabilen Bratöl. Der Einfluss auf den Cholesterinspiegel wird kontrovers diskutiert, da sowohl HDL- als auch LDL-Werte ansteigen können.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Kokosöl als neutral bis leicht kühl eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Es wird zur Befeuchtung von Trockenheit verwendet und kann das Yin nähren. Kokosöl soll die Verdauung unterstützen, ohne zu stark erhitzend zu wirken. Es wird traditionell zur Stärkung der Essenz und zur Pflege von Haut und Haaren eingesetzt. Die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften machen es besonders wertvoll für Menschen mit Trockenheitszeichen.
Worauf beim Kauf achten
- Native, kaltgepresste Qualität wählen – sie enthält mehr natürliche Antioxidantien als raffinierte Varianten
- Bio-Kokosöl bevorzugen, da konventionelle Produkte oft chemisch behandelt werden
- Auf faire Handelsbedingungen achten – viele Kokosöle stammen aus problematischen Anbaugebieten
- Kühl und dunkel lagern – bei Zimmertemperatur wird es flüssig, bleibt aber mehrere Jahre haltbar
Häufige Fragen
Ist Kokosöl wirklich so gesund wie oft behauptet?
Kokosöl hat einige interessante Eigenschaften durch die mittelkettigen Fettsäuren, ist aber kein Superfood. Der sehr hohe Anteil gesättigter Fettsäuren macht es zu einem Fett, das nur sparsam verwendet werden sollte. Eine ausgewogene Mischung verschiedener Öle ist gesünder.
Kann man mit Kokosöl abnehmen?
MCT-Öle können den Stoffwechsel leicht ankurbeln und das Sättigungsgefühl fördern. Ein Wundermittel zum Abnehmen ist Kokosöl aber nicht. Es hat immer noch 9 Kalorien pro Gramm wie jedes andere Fett auch.
Zum Braten geeignet oder nicht?
Kokosöl eignet sich gut zum Braten bei mittleren Temperaturen, da es einen hohen Rauchpunkt hat. Für sehr heißes Anbraten sind aber Öle wie Raps- oder Sonnenblumenöl besser geeignet, da sie mehr ungesättigte Fettsäuren enthalten.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.