Kerbel
Natürlich

Kerbel

Anthriscus cerefolium

Auch bekannt als: Gartenkerbel, Küchenkerbel, Suppenkraut, Körbel, Kärfel, Körbelkraut

72
Gesund von 100 Punkten

Kerbel ist ein unterschätztes Küchenkraut mit beachtlichem Nährstoffprofil. Das zarte Kraut liefert viel Vitamin C und Folsäure, unterstützt die Verdauung durch ätherische Öle und bringt einen feinen, petersilienähnlichen Geschmack in die Küche. Allerdings besteht Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen beim Sammeln in der Natur, weshalb der Kauf im Handel sicherer ist.

Nährstoffprofil

Histamin
niedrig
Vitamin C
50.0 mg
Ballaststoffe
11.3 g
Protein
3.2 g
Vitamin A
4900.0 µg
Kalium
855.0 mg
Eisen
8.5 mg

Nachhaltigkeit

Regionaler Anbau möglich Geringer Wasserbedarf

Kerbel lässt sich problemlos im eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauen und benötigt wenig Ressourcen.

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hauptsaison Nebensaison kaum verfügbar

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Kerbel kann mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling verwechselt werden. Nur von vertrauenswürdigen Quellen beziehen.

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Kerbel ist reich an Vitamin C, Folsäure und sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken verdauungsfördernd und haben antimikrobielle Eigenschaften. Studien zeigen antioxidative Wirkungen der Phenolverbindungen. Das Kraut unterstützt die Leberfunktion und kann harntreibend wirken. Die hohen Chlorophyllgehalte fördern die Entgiftung.

Ätherische Öle, Flavonoide, Vitamin C
Traditionell, begrenzte Studien
1-2 TL frisch täglich

Traditionelle Chinesische Medizin

In der TCM wird Kerbel als kühl bis neutral eingestuft mit süßem und leicht bitterem Geschmack. Er wirkt auf Leber- und Nierenmeridian und unterstützt die Transformation von Feuchtigkeit. Kerbel klärt Hitze und leitet Toxine aus, besonders bei Frühjahrsmüdigkeit. Er stärkt das Blut und unterstützt die natürliche Entgiftung des Körpers. Traditionell wird er zur Harmonisierung des Qi nach dem Winter eingesetzt.

Kühl bis neutral
Süß, leicht bitter
Leber, Niere
Klärt Hitze, leitet Toxine aus

Worauf beim Kauf achten

  • Frischen Kerbel an den hellgrünen, zarten Blättern ohne gelbe Stellen erkennen
  • Bio-Qualität bevorzugen, da Kerbel oft mit Pestiziden behandelt wird
  • Im Kühlschrank in feuchtem Küchenpapier eingewickelt maximal 3-4 Tage lagern
  • Tiefgekühlten Kerbel als Alternative wählen – er behält Geschmack und Nährstoffe gut

Häufige Fragen

Kann man Kerbel mit anderen Kräutern verwechseln?

Ja, Kerbel ähnelt optisch der Petersilie und kann in der Natur mit giftigen Doldenblütern wie dem Schierling verwechselt werden. Beim Sammeln ist höchste Vorsicht geboten. Der charakteristische süßlich-würzige Duft hilft bei der Unterscheidung.

Wie verwendet man Kerbel am besten in der Küche?

Kerbel sollte immer frisch und erst am Ende der Garzeit zugegeben werden, da er beim Kochen schnell sein Aroma verliert. Er passt hervorragend zu Suppen, Saucen, Eierspeisen und Salaten.

Welche gesundheitlichen Vorteile hat Kerbel?

Kerbel unterstützt durch seine ätherischen Öle die Verdauung und liefert beachtliche Mengen an Vitamin C und Folsäure. Die enthaltenen Flavonoide wirken antioxidativ und können Entzündungsprozesse im Körper mildern.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.