Kaki
Diospyros kaki
Auch bekannt als: Persimone, Sharon-Frucht, Götterfrucht
Die Kaki, auch Sharonfrucht genannt, stammt ursprünglich aus Ostasien und wird heute weltweit angebaut. Unreif ist sie durch enthaltene Tannine so adstringierend, dass sie im Mund pelzig-trocken schmeckt – erst wenn das Fruchtfleisch weich und fast durchscheinend geworden ist, verschwindet dieser Effekt vollständig. In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt sie als befeuchtende Frucht, die besonders bei trockenen Zuständen eingesetzt wird.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 169941, Stand 2026-08-20
Nachhaltigkeit
Kakis werden meist aus Spanien oder Asien importiert, was den ökologischen Fußabdruck erhöht.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Unreife Kakis enthalten hohe Mengen an Tanninen, die einen pelzigen Geschmack verursachen und Magenreizungen hervorrufen können.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Kakis enthalten Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird und für Sehkraft und Immunsystem wichtig ist, sowie Antioxidantien wie Zeaxanthin und Lycopin. Den enthaltenen Flavonoiden wird eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben, die Studienlage dazu ist aber überschaubar. Die feste Sharon-Sorte lässt sich anders als die weiche Kaki-Frucht bereits knackig essen, ohne bitter zu schmecken.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird die Kaki als kühl bis neutral eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Sie wirkt befeuchtend auf Lunge und Magen und kann bei trockenem Husten und Halstrockenheit unterstützend sein. Die Frucht soll das Lungen-Qi nähren und bei Hitze-Symptomen ausgleichend wirken. Traditionell wird sie auch zur Stärkung des Magen-Qi bei Verdauungsschwäche eingesetzt. Aufgrund ihrer kühlenden Natur sollte sie bei Yang-Mangel-Zuständen zurückhaltend verwendet werden.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Vollreife Kakis wählen, die auf leichten Druck nachgeben und eine tief-orange Farbe haben
- Unreife Früchte sind hart und schmecken sehr herb aufgrund der Tannine.
- Reife Kakis im Kühlschrank maximal 2-3 Tage lagern
- Unreife Kakis können bei Raumtemperatur nachreifen, beschleunigt durch die Lagerung mit Äpfeln oder Bananen.
Häufige Fragen
Warum schmecken manche Kakis so bitter?
Unreife Kakis enthalten hohe Mengen an Tanninen, die für den bitteren, pelzigen Geschmack verantwortlich sind. Diese Stoffe bauen sich beim Reifeprozess ab und die Frucht wird süß.
Kann man Kaki-Schale mitessen?
Ja, die Schale der Kaki ist essbar und enthält zusätzliche Nährstoffe. Sie sollte jedoch gut gewaschen werden und bei empfindlichen Personen kann sie schwer verdaulich sein.
Sind Kakis für Diabetiker geeignet?
Kakis haben einen relativ hohen Zuckergehalt und sollten von Diabetikern nur in Maßen konsumiert werden. Der Ballaststoffgehalt kann jedoch helfen, den Blutzuckeranstieg zu verlangsamen.
Pestizid-Belastung
Kakis (Sharon) werden überwiegend importiert und tragen wie viele Import-Obstarten regelmäßig Rückstände, meist unter den Höchstmengen.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.