Johannisbeere
Ribes nigrum / Ribes rubrum
Auch bekannt als: Ribisel, Ribiseln, Träuble, Meertrübeli, Ahlbeere, Gichtbeere, Johannisbeerstrauch
Johannisbeeren gibt es in verschiedenen Farben von rot über weiß bis schwarz, die sich im Vitamin-C-Gehalt deutlich unterscheiden – schwarze Sorten enthalten mit rund 181 Milligramm pro 100 Gramm mehr als das Vierfache der roten und weißen Varianten und zählen damit zu den Vitamin-C-reichsten heimischen Früchten überhaupt. In der traditionellen europäischen Heilkunde werden sie seit Jahrhunderten geschätzt, meist als Saft oder Sirup bei Erkältungen.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 173964, Stand 2026-08-20. Basiswerte sind rot/weiße Johannisbeeren. Schwarze Johannisbeeren (Ribes nigrum) haben ein Vielfaches an Vitamin C, siehe zusatz_schwarz -- kein eigener Tabelleneintrag, da der USDA-Eintrag ohne Ballaststoff- und Zuckerwert ist.
Nachhaltigkeit
Johannisbeeren aus regionalem Anbau haben kurze Transportwege und können im eigenen Garten angebaut werden.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Bei Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sollte der Verzehr größerer Mengen mit dem Arzt abgesprochen werden.
- Personen mit Nierensteinen oder Nierenproblemen sollten aufgrund des Oxalatgehalts den Verzehr begrenzen.
Unverträglichkeiten
- Histaminintoleranz
- Salicylat-Unverträglichkeit
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Die dunklen Sorten sind reich an Anthocyanen, die zur Gruppe der Antioxidantien zählen. Den enthaltenen Polyphenolen wird eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben, die Studienlage dazu ist aber überschaubar. Wegen ihres sehr sauren Geschmacks werden Johannisbeeren kaum roh gegessen, sondern meist zu Gelee, Saft oder als Zutat in Kuchen verarbeitet.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM gelten Johannisbeeren als kühl und sauer mit leicht süßem Geschmack. Sie beziehen sich hauptsächlich auf Lungen-, Leber- und Nieren-Meridiane. Die saure Eigenschaft hilft dabei, Körpersäfte zu bewahren und zu generieren. Schwarze Johannisbeeren werden traditionell zur Stärkung der Nieren-Essenz und zur Verbesserung der Sehkraft verwendet. Sie können helfen, überschüssige Hitze zu klären und Feuchtigkeit zu transformieren.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Pralle, feste Beeren ohne Druckstellen oder verfärbte Stiele wählen
- Frische Johannisbeeren sollten gleichmäßig gefärbt und noch an den grünen Rispen hängen.
- Die Beeren im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Tage verbrauchen
- Gefrorene Johannisbeeren behalten ihre Nährstoffe gut und sind ganzjährig verfügbar.
Häufige Fragen
Welche Johannisbeersorte ist am gesündesten?
Schwarze Johannisbeeren haben mit rund 181 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm deutlich mehr als rote oder weiße Sorten (41 mg/100 g) und gelten daher als besonders vitaminreich.
Können Johannisbeeren beim Abnehmen helfen?
Ja, Johannisbeeren sind kalorienarm und ballaststoffreich, was zu einem längeren Sättigungsgefühl führt. Die enthaltenen Antioxidantien können den Stoffwechsel unterstützen und Entzündungen reduzieren.
Sind Johannisbeeren für Diabetiker geeignet?
Johannisbeeren haben einen relativ niedrigen Zuckergehalt und einen niedrigen glykämischen Index. In moderaten Mengen können sie Teil einer diabetesgerechten Ernährung sein, sollten aber in die Kohlenhydratberechnung einbezogen werden.
Pestizid-Belastung
Johannisbeeren waren 2025 Teil derselben NRW-Untersuchung (Screening auf rund 500 Wirkstoffe). Als weiches Beerenobst weisen sie regelmäßig Mehrfachrückstände auf, die sich kaum abwaschen lassen. Detaillierte Einzelquoten liegen im Bericht nur begrenzt vor.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.