Dinkel
Triticum spelta
Auch bekannt als: Spelz, Spelt, Schwabenkorn, Fesen, Vesen, Dinkelweizen, Spelzweizen, Urdinkel
Dinkel ist eines der nährstoffreichsten Getreide und übertrifft Weizen in vielen Bereichen deutlich. Das Urgetreide liefert hochwertiges Eiweiß, wichtige B-Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium und Zink. Allerdings enthält Dinkel Gluten und ist daher für Menschen mit Zöliakie ungeeignet. Für alle anderen ist Dinkel eine bekömmliche Alternative zu herkömmlichem Weizen.
Nährstoffprofil
Nachhaltigkeit
Dinkel ist ein robustes Urgetreide, das weniger Dünger benötigt und sich gut für den regionalen Anbau in Europa eignet.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Dinkel enthält Gluten und ist daher für Menschen mit Zöliakie ungeeignet. Bei Glutensensitivität kann es zu Beschwerden kommen.
Unverträglichkeiten
- Zöliakie
- Glutensensitivität
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Dinkel ist ein nährstoffreiches Urgetreide mit hohem Proteingehalt und wertvollen Mineralstoffen wie Magnesium, Phosphor und Zink. Die enthaltenen B-Vitamine unterstützen den Energiestoffwechsel und die Nervenfunktion. Studien zeigen, dass Dinkel aufgrund seiner anderen Glutenstruktur von manchen Menschen mit Weizenunverträglichkeit besser vertragen wird. Die Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmflora und können den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen. Der niedrigere Phytinsäuregehalt im Vergleich zu modernem Weizen verbessert die Mineralstoffaufnahme.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM gilt Dinkel als thermisch neutrales bis leicht wärmendes Getreide mit süßem Geschmack. Er stärkt besonders die Mitte (Milz-Magen-System) und tonisiert das Qi, wodurch er bei Verdauungsschwäche und chronischer Müdigkeit eingesetzt wird. Dinkel nährt das Blut und kann bei Blutmangel-Zuständen unterstützend wirken. Seine erdende Eigenschaft macht ihn besonders wertvoll für Menschen mit schwacher Konstitution oder nach Krankheiten. Die TCM schätzt Dinkel als bekömmliches Grundnahrungsmittel, das die körpereigenen Ressourcen nachhaltig aufbaut.
Worauf beim Kauf achten
- Bio-Dinkel bevorzugen, da er weniger pestizidbelastet ist und oft von ursprünglicheren Sorten stammt
- Vollkornprodukte wählen – hier stecken die meisten Nährstoffe in den Randschichten des Korns
- Auf die Herkunft achten: Deutscher Dinkel hat oft bessere Qualität als Importware
- Dinkelmehl kühl und trocken lagern, da es durch den höheren Fettgehalt schneller ranzig wird
Häufige Fragen
Ist Dinkel glutenfrei?
Nein, Dinkel enthält Gluten und ist daher für Menschen mit Zöliakie nicht geeignet. Allerdings vertragen manche Menschen mit Weizenunverträglichkeit Dinkel besser, da die Glutenstruktur etwas anders ist.
Warum ist Dinkel gesünder als Weizen?
Dinkel enthält mehr Protein, Mineralstoffe und B-Vitamine als moderner Weizen. Zudem ist er weniger stark gezüchtet und oft bekömmlicher für den Darm.
Kann man mit Dinkelmehl normal backen?
Ja, Dinkelmehl lässt sich gut zum Backen verwenden. Es nimmt etwas weniger Flüssigkeit auf als Weizenmehl, daher sollte man die Flüssigkeitsmenge um etwa 10-15% reduzieren.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.