Aprikose
Prunus armeniaca
Die Aprikose stammt ursprünglich aus China und gelangte über die Seidenstraße nach Europa. Diese samtige Steinfrucht besticht durch ihr süß-säuerliches Aroma und ihre charakteristische orange Farbe. Heute werden Aprikosen weltweit in warmen Klimazonen angebaut und sowohl frisch als auch getrocknet geschätzt. Ihre Saison in Europa erstreckt sich von Juni bis August, wobei getrocknete Aprikosen ganzjährig verfügbar sind.
Nährwerte
Warnhinweise
- Aprikosenkerne enthalten Amygdalin, das Blausäure freisetzt und in größeren Mengen toxisch wirkt.
Unverträglichkeiten
- Birkenpollenallergie
- Steinobstallergie
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Aprikosen sind reich an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A, das für Sehkraft und Immunfunktion wichtig ist. Der hohe Kaliumgehalt unterstützt die Herzfunktion und Blutdruckregulation. Die enthaltenen Ballaststoffe fördern eine gesunde Verdauung und können den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen. Antioxidantien wie Carotinoide schützen die Zellen vor oxidativem Schaden.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM gelten Aprikosen als thermisch neutral bis kühl und süß-sauer im Geschmack. Sie befeuchten die Lunge und lindern Trockenheit, weshalb sie bei trockenem Husten geschätzt werden. Aprikosen nähren das Yin und unterstützen die Körperflüssigkeiten. Sie wirken beruhigend auf den Shen (Geist) und können bei innerer Unruhe hilfreich sein. Besonders in der heißen Jahreszeit werden sie zur Kühlung und Befeuchtung empfohlen.
Empfohlene Tagesmenge
2-3 Stück
Entspricht etwa 100-150g frische Aprikosen oder 20-30g getrocknete Aprikosen
Häufige Fragen
Sind getrocknete Aprikosen gesünder als frische?
Getrocknete Aprikosen haben eine höhere Nährstoffdichte, enthalten aber auch mehr Zucker und oft Konservierungsstoffe. Frische Aprikosen liefern mehr Vitamin C und weniger Kalorien bei gleichem Sättigungseffekt.
Können Aprikosen bei Verdauungsproblemen helfen?
Ja, die Ballaststoffe in Aprikosen fördern die Verdauung und können bei Verstopfung hilfreich sein. Der hohe Wassergehalt unterstützt zusätzlich die Darmbewegung.
Warum sollte man Aprikosenkerne nicht essen?
Aprikosenkerne enthalten Amygdalin, das im Körper zu giftiger Blausäure umgewandelt wird. Bereits wenige Kerne können bei Kindern zu Vergiftungserscheinungen führen.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.