Wein
Vitis vinifera
Auch bekannt als: Rebensaft, Traubenwein, Rebenwein, Weißwein, Rotwein, Rosé
Wein ist im Kern vergorener Traubensaft mit rund 10,4 Gramm Alkohol je 100 Gramm, das entspricht etwa 13,2 Volumenprozent. Ein Glas (125ml) kommt damit auf gut 13 Gramm reinen Alkohol – die DGE-Obergrenze für Frauen an einem Tag. Rotwein enthält durch die mitvergorene Traubenschale mehr Polyphenole als Weißwein, in Mengen, die für einen messbaren Gesundheitseffekt zu gering sind. Das sogenannte französische Paradoxon gilt heute als methodisch überholt.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 173185, Stand 2026-09-01
Nachhaltigkeit
Weinbau benötigt viel Wasser und Pestizide, regionale Bio-Weine sind nachhaltiger.
Saisonkalender
Gefahren
- Alkoholabhängigkeit
- Leberschäden
- Wechselwirkungen mit Medikamenten
- Erhöhtes Krebsrisiko
Warnhinweise
- Wein enthält 11-15% Alkohol und kann bei regelmäßigem oder übermäßigem Konsum zu Abhängigkeit und gesundheitlichen Schäden führen.
- Auch moderate Mengen können bei täglichem Konsum das Risiko für verschiedene Krebsarten erhöhen.
Unverträglichkeiten
- Alkoholintoleranz
- Histaminunverträglichkeit
- Sulfit-Allergie
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Polyphenole wie Resveratrol wirken im Labor antioxidativ, die Konzentration in einem Glas Wein reicht dafür aber kaum aus. Regelmäßiger Konsum belastet stattdessen die Leber und erhöht nachweislich das Risiko für mehrere Krebsarten – die WHO stuft Alkohol grundsätzlich als Karzinogen der Gruppe 1 ein, unabhängig von der Menge.
Traditionelle Chinesische Medizin
Wein wird in der TCM als warm und süß-bitter eingestuft und dem Herz- und Lebermeridian zugeordnet. In kleinen Mengen kann er das Qi bewegen, die Blutzirkulation fördern und das Herz beruhigen. Traditionell wird Wein zur Unterstützung der Verdauung und bei Kältezuständen eingesetzt. Übermäßiger Konsum erzeugt jedoch feuchte Hitze und schädigt Leber und Milz.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Bio-Weine bevorzugen, da sie weniger Sulfite und Pestizidrückstände enthalten
- Auf niedrigen Histamingehalt achten, besonders bei Unverträglichkeiten
- Rotweine wegen höherem Antioxidantiengehalt gegenüber Weißwein bevorzugen
- Trockenere Weine wählen, um Zuckerzusatz zu vermeiden
Häufige Fragen
Ist ein Glas Rotwein täglich wirklich gesund?
Die Studienlage ist uneinheitlich. Während moderate Mengen (150ml für Frauen, 250ml für Männer) bei gesunden Erwachsenen tolerabel sein können, überwiegen bei täglichem Konsum meist die Risiken. Alkoholfreie Alternativen mit Antioxidantien sind gesünder.
Welcher Wein ist am gesündesten?
Rotweine enthalten mehr Antioxidantien als Weißweine, besonders Pinot Noir und Cabernet Sauvignon. Bio-Weine reduzieren die Belastung mit Zusatzstoffen. Entscheidender ist jedoch die Menge und Häufigkeit des Konsums.
Kann Wein beim Abnehmen hinderlich sein?
Ja, Wein enthält etwa 80-120 Kalorien pro Glas und kann den Appetit anregen. Alkohol wird vom Körper bevorzugt verstoffwechselt, wodurch die Fettverbrennung gehemmt wird. Beim Abnehmen sollte Weinkonsum stark eingeschränkt werden.
Wo wird Wein am meisten konsumiert?
Werte basieren auf der Pro-Kopf-Versorgung (Food supply quantity) der FAO Food Balance Sheets.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.