Rosenkohl
Natürlich

Rosenkohl

Brassica oleracea var. gemmifera

85
Sehr gesund von 100 Punkten

Rosenkohl, die kleinen grünen Kugeln am Strunk, sind wahre Nährstoffbomben des Winters. Das zur Familie der Kreuzblütler gehörende Gemüse liefert mehr Vitamin C als Orangen und ist reich an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen. Trotz seines manchmal bitteren Geschmacks ist Rosenkohl ein wichtiger Baustein einer gesunden Ernährung. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird er als kühlendes, entgiftendes Gemüse geschätzt.

Nährwerte

43 kcal / 100g
3.4g Protein
3.8g Ballaststoffe
85mg Vitamin C

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Kann aufgrund des hohen Ballaststoffgehalts und schwefelhaltiger Verbindungen zu Blähungen führen

Unverträglichkeiten

  • Kreuzblütler-Allergie
  • Schilddrüsenerkrankungen (Goitrogene)

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Rosenkohl gehört zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten und liefert außergewöhnlich viel Vitamin C - mehr als die meisten Zitrusfrüchte. Die enthaltenen Glucosinolate wirken stark antioxidativ und können das Krebsrisiko senken. Der hohe Gehalt an Vitamin K unterstützt die Knochengesundheit, während Folsäure für die Zellbildung wichtig ist. Die Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmflora und können den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.

Glucosinolate, Vitamin C, K, Folsäure
Hoch für antioxidative Wirkung
100-150g pro Portion

Traditionelle Chinesische Medizin

In der TCM wird Rosenkohl als kühlendes Gemüse mit bitterem und süßem Geschmack klassifiziert. Es wirkt entgiftend auf Leber und Gallenblase und kann stagnierende Energie bewegen. Das Gemüse unterstützt die Transformation von Feuchtigkeit und kann bei Hitze-Zuständen ausgleichend wirken. Aufgrund seiner kühlenden Natur sollte es bei Yang-Mangel und kalter Konstitution nur gekocht verzehrt werden. Die grüne Farbe nährt nach TCM-Verständnis die Leber und beruhigt das Shen (Geist).

Kühl
Bitter, süß
Leber, Gallenblase
Entgiftend, Qi bewegend

Empfohlene Tagesmenge

100-200g

Als Beilage 100-150g, als Hauptgemüse bis 200g gekocht

Worauf beim Kauf achten

  • Wählen Sie feste, geschlossene Röschen ohne gelbe Blätter
  • Kleine bis mittelgroße Röschen sind zarter als große
  • Kaufen Sie nach den ersten Frösten - dann ist der Geschmack milder
  • Lagern Sie Rosenkohl im Kühlschrank bis zu einer Woche

Häufige Fragen

Warum schmeckt Rosenkohl manchmal so bitter?

Der bittere Geschmack kommt von Glucosinolaten, die natürliche Abwehrstoffe der Pflanze sind. Nach den ersten Frösten wird der Geschmack milder, da die Pflanze Zucker einlagert. Durch längeres Kochen oder Rösten lässt sich die Bitterkeit ebenfalls reduzieren.

Kann man Rosenkohl roh essen?

Ja, junge, zarte Röschen können roh gegessen werden, etwa als Salat. Allerdings ist Rosenkohl roh schwerer verdaulich und kann mehr Blähungen verursachen. Das Kochen macht die Nährstoffe besser verfügbar.

Hilft Rosenkohl wirklich gegen Krebs?

Studien zeigen, dass die Glucosinolate in Rosenkohl antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften haben. Regelmäßiger Verzehr von Kreuzblütlern wird mit einem reduzierten Risiko für bestimmte Krebsarten in Verbindung gebracht, ersetzt aber keine medizinische Behandlung.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.