Reis
Natürlich

Reis

Oryza sativa

Auch bekannt als: Reiskorn, Reiskörner, Langkornreis, Rundkornreis, Basmatireis, Jasminreis, Vollkornreis, Naturreis, Wildreis, Parboiled Reis, Milchreis, Risottoreis

65
Gesund von 100 Punkten

Reis ist das wichtigste Grundnahrungsmittel für über die Hälfte der Weltbevölkerung und kann durchaus gesund sein – wenn man die richtige Sorte wählt. Vollkornreis punktet mit wertvollen Ballaststoffen, Magnesium und B-Vitaminen, während weißer Reis hauptsächlich schnell verwertbare Kohlenhydrate liefert. Der wichtigste Vorbehalt: Reis kann je nach Herkunft und Anbau mit Arsen belastet sein, was bei regelmäßigem Verzehr bedacht werden sollte.

Nährstoffprofil

Histamin
niedrig
Kalorien
130.0 kcal
Kohlenhydrate
28.0 g
Protein
2.7 g
Vitamin B1
0.02 mg
Mangan
0.36 mg
Phosphor
33.0 mg

Nachhaltigkeit

Wasserintensiver Anbau

Reis benötigt viel Wasser beim Anbau; Basmati- und Jasminreis haben oft lange Transportwege aus Asien.

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Reis nimmt anorganisches Arsen aus dem Boden auf – ein Karzinogen. Basmatireis enthält weniger als Rundkornreis. Reis vor dem Kochen gründlich waschen und im Verhältnis 1:6 kochen (überschüssiges Wasser wegschütten) reduziert den Arsengehalt um bis zu 60%.

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Weißer Reis hat einen hohen glykämischen Index (GI 73) und ist nährstoffarm. Brauner Reis bietet mehr Ballaststoffe, Magnesium und B-Vitamine. Als Kohlenhydratquelle bei Sport geeignet, aber weniger nährstoffdicht als Quinoa oder Haferflocken.

Stärke, Mangan, B-Vitamine (Vollkorn)
Moderat – Vollkorn besser
150–200 g gekocht / Mahlzeit

Traditionelle Chinesische Medizin

Reis gilt als das wichtigste Grundnahrungsmittel in der TCM. Neutral in der Thermik, süß im Geschmack – perfekt zur Stärkung der Mitte. Congee (Reisbrei) ist das klassische TCM-Heilgericht für schwache Verdauung.

Neutral
Süß
Milz, Magen
Mitte stärkend, Qi nährend

Worauf beim Kauf achten

  • Vollkornreis oder Naturreis wählen statt weißem Reis – deutlich mehr Nährstoffe und Ballaststoffe
  • Basmatireis aus dem Himalaya-Gebiet oder europäischen Reis bevorzugen – meist geringere Arsenbelastung
  • Bio-Qualität kaufen, da weniger Pestizidbelastung und oft strengere Kontrollen bei Schwermetallen
  • Reis vor dem Kochen gründlich waschen und mit viel Wasser kochen – reduziert Arsengehalt um bis zu 30 Prozent

Häufige Fragen

Ist Reis ungesund wegen Arsen?

Reis kann tatsächlich Arsen enthalten, besonders aus bestimmten Anbaugebieten. Durch gründliches Waschen und Kochen mit viel Wasser lässt sich der Gehalt deutlich reduzieren. Wer täglich Reis isst, sollte die Herkunft beachten und gelegentlich auf andere Beilagen wechseln.

Was ist der Unterschied zwischen weißem und braunem Reis?

Brauner Reis behält die nährstoffreiche Kleie- und Keimschicht, weißer Reis wird davon befreit. Dadurch enthält Vollkornreis dreimal mehr Ballaststoffe, deutlich mehr Magnesium, B-Vitamine und Antioxidantien. Weißer Reis lässt den Blutzucker schneller ansteigen.

Macht Reis dick?

Reis selbst macht nicht dick, aber weißer Reis kann durch den schnellen Blutzuckeranstieg Heißhunger fördern. Vollkornreis sättigt länger und stabiler. Entscheidend ist die Gesamtkalorienbilanz und was man zum Reis isst – nicht der Reis allein.

Wo wird Reis am meisten konsumiert?

Pro-Kopf-Verbrauch in kg pro Jahr · Quelle: FAOSTAT 2023
🇬🇲 Gambia
310,7 kg
🇲🇲 Myanmar
271,4 kg
🇰🇭 Kambodscha
262,6 kg
🇧🇩 Bangladesch
250,6 kg
🇬🇼 Guinea-Bissau
239,4 kg
🇰🇲 Komoren
228,7 kg
🇱🇦 Laos
224,8 kg
🇻🇳 Vietnam
219,9 kg
🇵🇭 Philippinen
200,4 kg
🇸🇱 Sierra Leone
191,7 kg
🇩🇪 Deutschland
7,1 kg

Werte basieren auf der Pro-Kopf-Versorgung (Food supply quantity) der FAO Food Balance Sheets.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.