Kiwi
Actinidia deliciosa
Auch bekannt als: Kiwifrucht, Chinesische Stachelbeere, Kiwis
Die Kiwi stammt ursprünglich aus China, wo sie als chinesische Stachelbeere bekannt war, bevor neuseeländische Züchter sie ab den 1950er-Jahren zur heutigen Handelssorte weiterentwickelten und international vermarkteten. Mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt gehört sie zu den nährstoffdichtesten Früchten überhaupt – mehr noch als viele Zitrusfrüchte. Das Enzym Actinidin macht sie zudem zu einem natürlichen Fleischzartmacher.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 168153, Stand 2026-08-20
Nachhaltigkeit
Kiwis werden meist aus Neuseeland oder Italien importiert, wobei europäische Ware eine bessere CO₂-Bilanz aufweist.
Saisonkalender
Warnhinweise
- Kiwi kann bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen, die sich durch Kribbeln im Mund oder Hautausschlag äußern können.
Unverträglichkeiten
- Kiwi-Allergie
- Kreuzallergie mit Birke oder Latex
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Die Frucht enthält außerdem Antioxidantien wie Vitamin E und Polyphenole. Ein positiver Effekt auf Verdauung und Immunsystem wird diskutiert. Die Ballaststoffe unterstützen die Darmflora und werden mit dem Cholesterinspiegel in Verbindung gebracht. Die goldene Kiwi-Sorte ist milder im Geschmack und weniger sauer als die klassische grüne Variante, enthält dabei aber meist noch mehr Vitamin C.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird die Kiwi als kühlend und befeuchtend eingestuft. Sie wirkt auf Magen und Lunge und kann helfen, Hitze zu klären und Säfte zu nähren. Die Frucht unterstützt die Verdauung und kann bei trockenem Husten oder Mundtrockenheit eingesetzt werden. Aufgrund ihrer kühlenden Natur sollten Menschen mit schwacher Verdauung oder kalter Konstitution Kiwis in Maßen genießen.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Kiwis wählen, die auf leichten Druck nachgeben, aber nicht zu weich sind
- Unreife Früchte reifen bei Zimmertemperatur nach, beschleunigt durch die Lagerung neben Äpfeln oder Bananen.
- Reife Kiwis halten sich im Kühlschrank etwa eine Woche.
- Bio-Kiwis können mit Schale verzehrt werden, was zusätzliche Nährstoffe und Ballaststoffe liefert.
Häufige Fragen
Kann man Kiwi mit Schale essen?
Ja, die Schale von Kiwis ist essbar und enthält zusätzliche Ballaststoffe und Vitamin C. Bei Bio-Früchten ist dies unbedenklich, konventionelle Kiwis sollten vorher gründlich gewaschen werden.
Warum kribbelt manchmal der Mund nach dem Kiwi-Verzehr?
Das Kribbeln entsteht durch das Enzym Actinidin und kleine Kristalle in der Frucht. Bei empfindlichen Personen kann dies ein Zeichen für eine beginnende Allergie sein.
Sind grüne oder goldene Kiwis gesünder?
Beide Sorten sind sehr gesund, goldene Kiwis enthalten jedoch etwas mehr Vitamin C und weniger Säure. Der Nährstoffgehalt ist bei beiden Varianten ausgezeichnet.
Pestizid-Belastung
Kiwis zählen dank ihrer pelzigen, ungenießbaren Schale zu den gering belasteten Früchten und stehen in der EWG-'Clean Fifteen'. Das Fruchtfleisch ist gut geschützt.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.