Entenfleisch
Anas platyrhynchos domesticus
Auch bekannt als: Ente, Entenbrust, Entenkeule, Barbarie-Ente, Pekingente, Flugente, Wildente, Duck
Besser bewertet in dieser Kategorie
Entenfleisch fällt unter dem Geflügel durch einen auffällig hohen Eisengehalt auf: 2,7 statt 1,0 Milligramm bei Hähnchenbrust oder 0,7 bei Pute, bei nur wenig weniger Protein. Wird die Haut mitgegessen, steigt der Fettanteil stark, ganze Ente mit Haut ist deutlich fettreicher als die reine Brust ohne Haut. Wildente gilt zudem als magerer als die häufiger im Handel erhältliche Mastente.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 172411, Stand 2026-08-29. Wert gilt für Entenfleisch ohne Haut, gegart (geröstet) – nicht roh. Mit Haut liegt der Wert deutlich höher (337 statt 201 kcal).
Nachhaltigkeit
Ente hat eine bessere CO₂-Bilanz als Rind, schlechter als Huhn – auf artgerechte Haltung und Herkunft achten, Stopfmast (Foie Gras) ist ethisch problematisch.
Gefahren
- Hoher Fettgehalt mit Haut
- Gesättigte Fettsäuren
- Kalorienreich
Warnhinweise
- Mit Haut hat Entenfleisch über 30% Fett – ohne Haut nur etwa 10%. Wer Kalorien reduzieren möchte, entfernt die Haut nach dem Garen.
- Wie alles Geflügel sollte Entenfleisch gut durchgegart werden, um Salmonellen-Risiko zu vermeiden. Kerntemperatur mindestens 75°C.
Unverträglichkeiten
- Geflügelallergie
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Der Fettunterschied zwischen Ente mit und ohne Haut ist ein realer Unterschied in der Zubereitung, keine Schwankung in der Messung – wer Kalorien sparen will, entfernt die Haut nach dem Garen, nicht davor, da sie beim Braten Fett und Aroma ans Fleisch abgibt. Traditionell wird Ente eher als Festtagsessen zubereitet als alltäglich, unter anderem wegen des höheren Fettanteils im Vergleich zu magererem Geflügel.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM gilt Entenfleisch als thermisch kühl und süß-salzig im Geschmack. Es nährt besonders das Yin der Lunge und der Nieren und befeuchtet Trockenheit. Bei innerer Hitze, trockenem Husten, nächtlichem Schwitzen und Yin-Mangel-Symptomen ist Ente eine klassische therapeutische Speise. Sie stärkt zudem die Wassermetabolisierung und kann bei Ödemen unterstützend wirken. Bei Kälte-Konstitution oder Verdauungsschwäche sollte sie sparsam verwendet werden.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Bio-Ente aus artgerechter Haltung wählen - erkennbar an Siegeln wie Bioland oder Demeter
- Frische Ente sollte fest, rosig und geruchsneutral sein; gefrorene Ware langsam im Kühlschrank auftauen
- Ganze Ente für besonderen Anlass, Entenbrust oder -keulen für den Alltag praktischer
- Im Kühlschrank max. 2-3 Tage haltbar, eingefroren bis zu 6 Monate
Häufige Fragen
Ist Entenfleisch gesünder als Hähnchen?
Entenfleisch enthält mehr Eisen, B-Vitamine und Zink als Hähnchen, ist aber auch fett- und kalorienreicher. Ohne Haut gegessen liefert es ähnlich viel Protein bei höherer Nährstoffdichte.
Warum muss Entenfleisch gut durchgegart werden?
Wie bei anderem Geflügel können Salmonellen und andere Keime vorhanden sein. Eine Kerntemperatur von mindestens 75°C tötet diese sicher ab und macht das Fleisch unbedenklich.
Wie oft kann man Entenfleisch essen?
Als Teil einer ausgewogenen Ernährung ist Entenfleisch 1-2 Mal pro Woche völlig in Ordnung. Der höhere Fettgehalt macht es zu einem nahrhaften, aber kalorienreichen Lebensmittel.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.