Entenfleisch
Natürlich Vorsicht

Entenfleisch

Anas platyrhynchos domesticus

Auch bekannt als: Ente, Entenbrust, Entenkeule, Barbarie-Ente, Pekingente, Flugente, Wildente, Duck

65
Gesund von 100 Punkten

Entenfleisch ist nahrhafter als die meisten anderen Geflügelsorten und liefert besonders viel Eisen, B-Vitamine und hochwertiges Protein. Als "rotes Geflügel" punktet es mit einer höheren Nährstoffdichte als Hähnchen oder Pute. Der hohe Fettgehalt macht es jedoch kalorienreicher - wer auf die Figur achtet, sollte die Haut entfernen. Insgesamt eine schmackhafte und nährstoffreiche Fleischoption für alle, die Abwechslung auf dem Teller schätzen.

Nährstoffprofil

Histamin
niedrig
Protein
19.0 g
Vitamin B12
0.4 µg
Eisen
2.7 mg
Zink
1.9 mg
Vitamin B3
4.8 mg
Selen
14.0 µg

Nachhaltigkeit

Mittlerer CO₂-Fußabdruck Stopfmast vermeiden Bio-Freilandhaltung bevorzugen

Ente hat eine bessere CO₂-Bilanz als Rind, schlechter als Huhn – auf artgerechte Haltung und Herkunft achten, Stopfmast (Foie Gras) ist ethisch problematisch.

Einsatzgebiete

Gefahren

  • Hoher Fettgehalt mit Haut
  • Gesättigte Fettsäuren
  • Kalorienreich

Warnhinweise

  • Mit Haut hat Entenfleisch über 30% Fett – ohne Haut nur etwa 10%. Wer Kalorien reduzieren möchte, entfernt die Haut nach dem Garen.
  • Wie alles Geflügel sollte Entenfleisch gut durchgegart werden, um Salmonellen-Risiko zu vermeiden. Kerntemperatur mindestens 75°C.

Unverträglichkeiten

  • Geflügelallergie

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Entenfleisch enthält im Vergleich zu anderem Geflügel deutlich mehr Eisen und gilt damit als nährstoffdichteres rotes Geflügel. Es liefert hochwertiges Protein, B-Vitamine, Zink und Selen. Der Fettgehalt ist mit Haut sehr hoch, das Fett enthält jedoch einen relativ hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, ähnlich wie Olivenöl. Studien zeigen, dass mageres Entenfleisch in moderaten Mengen Teil einer ausgewogenen Ernährung sein kann. Wildente ist deutlich magerer als Mastente.

Eisen, Protein, B-Vitamine
Hoch für Nährwerte
1-2 Portionen/Woche

Traditionelle Chinesische Medizin

In der TCM gilt Entenfleisch als thermisch kühl und süß-salzig im Geschmack. Es nährt besonders das Yin der Lunge und der Nieren und befeuchtet Trockenheit. Bei innerer Hitze, trockenem Husten, nächtlichem Schwitzen und Yin-Mangel-Symptomen ist Ente eine klassische therapeutische Speise. Sie stärkt zudem die Wassermetabolisierung und kann bei Ödemen unterstützend wirken. Bei Kälte-Konstitution oder Verdauungsschwäche sollte sie sparsam verwendet werden.

Kühl
Süß, salzig
Lunge, Niere, Milz
Yin nährend, befeuchtend

Worauf beim Kauf achten

  • Bio-Ente aus artgerechter Haltung wählen - erkennbar an Siegeln wie Bioland oder Demeter
  • Frische Ente sollte fest, rosig und geruchsneutral sein; gefrorene Ware langsam im Kühlschrank auftauen
  • Ganze Ente für besonderen Anlass, Entenbrust oder -keulen für den Alltag praktischer
  • Im Kühlschrank max. 2-3 Tage haltbar, eingefroren bis zu 6 Monate

Häufige Fragen

Ist Entenfleisch gesünder als Hähnchen?

Entenfleisch enthält mehr Eisen, B-Vitamine und Zink als Hähnchen, ist aber auch fett- und kalorienreicher. Ohne Haut gegessen liefert es ähnlich viel Protein bei höherer Nährstoffdichte.

Warum muss Entenfleisch gut durchgegart werden?

Wie bei anderem Geflügel können Salmonellen und andere Keime vorhanden sein. Eine Kerntemperatur von mindestens 75°C tötet diese sicher ab und macht das Fleisch unbedenklich.

Wie oft kann man Entenfleisch essen?

Als Teil einer ausgewogenen Ernährung ist Entenfleisch 1-2 Mal pro Woche völlig in Ordnung. Der höhere Fettgehalt macht es zu einem nahrhaften, aber kalorienreichen Lebensmittel.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.