Weißer Tee
Camellia sinensis
Weißer Tee ist die am wenigsten verarbeitete Form der Teepflanze Camellia sinensis und verdankt seinen Namen den feinen, silbrig-weißen Härchen auf den ungeöffneten Blattknospen, aus denen er hergestellt wird. Weil die Blätter nur welken und trocknen, nicht aber fermentiert werden, bleibt ein hoher Anteil der ursprünglichen Catechine erhalten. Der Koffeingehalt ist geringer als bei schwarzem Tee, kann empfindliche Personen aber dennoch wach halten.
Nährwerte nicht extern verifiziert.
Warnhinweise
- Enthält Koffein, auch wenn weniger als andere Teesorten. Bei Koffeinsensibilität abends meiden.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Das enthaltene Epigallocatechingallat (EGCG), ein Polyphenol mit antioxidativer Wirkung, wird mit einer unterstützenden Wirkung auf Herz-Kreislauf-Gesundheit und Cholesterinspiegel in Verbindung gebracht. Anders als schwarzer Tee sollte weißer Tee mit deutlich kühlerem Wasser aufgegossen werden – zu heißes Wasser macht ihn bitter und zerstört einen Teil der empfindlichen Wirkstoffe.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird weißer Tee als kühl und süß-bitter eingestuft. Er klärt Hitze, beruhigt den Geist und unterstützt das Herz-Qi. Die sanfte Natur macht ihn besonders geeignet für Menschen mit Hitzezeichen oder innerer Unruhe. Er wirkt auf die Meridiane von Herz, Leber und Gallenblase. Weißer Tee harmonisiert das Qi und kann übermäßige Yang-Energie ausgleichen. Seine edle Qualität wird in der TCM besonders für die geistige Klarheit geschätzt.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.