Weißer Pfeffer
Natürlich

Weißer Pfeffer

Piper nigrum

Auch bekannt als: Weisser Pfeffer, weißer Pfeffer gemahlen, Pfeffer weiß, Pfeffer weiss

78
Gesund von 100 Punkten

Weißer Pfeffer ist geschälter schwarzer Pfeffer und gilt als milder in Geschmack und Wirkung. Wie sein schwarzer Verwandter enthält er das bioaktive Piperin, das die Nährstoffaufnahme verbessern kann. Allerdings ist die Konzentration geringer, weshalb auch potentielle Magenreizungen seltener auftreten. In der gehobenen Küche wird er für helle Saucen geschätzt.

Nährstoffprofil

Histamin
mittel
Ballaststoffe
25.3 g
Protein
10.4 g
Mangan
4.3 mg
Eisen
14.3 mg
Kalzium
265.0 mg
Kalium
73.0 mg

Nachhaltigkeit

Lange Transportwege

Weißer Pfeffer stammt meist aus Südostasien und hat durch lange Transportwege einen erhöhten CO2-Fußabdruck, wird jedoch nur in kleinen Mengen verwendet.

Einsatzgebiete

Warnhinweise

  • Bei empfindlichem Magen oder Magengeschwüren kann weißer Pfeffer zu Reizungen führen
  • Piperin kann die Aufnahme verschiedener Medikamente verstärken und deren Wirkung beeinflussen

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Weißer Pfeffer enthält wie schwarzer Pfeffer das Alkaloid Piperin, jedoch in geringerer Konzentration. Piperin kann die Bioverfügbarkeit verschiedener Nährstoffe wie Curcumin und Vitamin B6 um bis zu 2000% erhöhen. Studien zeigen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Die verdauungsfördernde Wirkung beruht auf der Anregung der Magensaft- und Speichelproduktion. Weißer Pfeffer wirkt zudem durchblutungsfördernd und kann den Stoffwechsel leicht ankurbeln.

Piperin, ätherische Öle, Chavicin
Moderate klinische Studien
1-3g täglich

Traditionelle Chinesische Medizin

Weißer Pfeffer wird in der TCM als warmes bis heißes Gewürz klassifiziert mit scharfem Geschmack. Er erwärmt die Mitte und vertreibt Kälte aus Magen und Milz. Traditionell wird er bei kalten Zuständen der Verdauungsorgane, chronischen Durchfällen und schwacher Verdauungskraft eingesetzt. Weißer Pfeffer bewegt das Qi und kann bei Qi-Stagnation in der Mitte helfen. Er stärkt das Yang-Qi und wird bei Yang-Mangel-Zuständen verwendet.

Heiß
Scharf
Magen, Milz
Erwärmt die Mitte, bewegt Qi

Worauf beim Kauf achten

  • Wählen Sie ganze Pfefferkörner statt gemahlenen Pfeffer - das Aroma bleibt länger erhalten
  • Achten Sie auf die Herkunft: Pfeffer aus Kambodscha oder Vietnam gilt als besonders aromatisch
  • Kaufen Sie kleine Mengen, da gemahlener weißer Pfeffer schnell an Schärfe verliert
  • Lagern Sie Pfefferkörner luftdicht und dunkel - gemahlen maximal 6 Monate verwenden

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen weißem und schwarzem Pfeffer?

Weißer Pfeffer wird aus reifen Pfefferbeeren hergestellt, deren äußere Schale entfernt wurde. Er schmeckt milder und weniger komplex als schwarzer Pfeffer, enthält aber weniger des bioaktiven Piperins.

Kann weißer Pfeffer den Magen reizen?

Weißer Pfeffer ist aufgrund des geringeren Piperingehalts magenfreundlicher als schwarzer Pfeffer. Bei empfindlichem Magen oder Gastritis sollten Sie dennoch sparsam dosieren.

Wofür verwendet man weißen Pfeffer in der Küche?

Weißer Pfeffer eignet sich besonders für helle Saucen, Suppen und Fischgerichte, wo schwarze Pfefferpunkte optisch stören würden. Sein milderer Geschmack harmoniert gut mit delikaten Aromen.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.