Sojasauce
Glycine max (fermentiert)
Sojasauce ist eine der bekanntesten asiatischen Würzsaucen und entsteht durch monatelange Fermentation von Sojabohnen mit Salzlake. Der charakteristische Umami-Geschmack macht sie zu einem beliebten Gewürz in der internationalen Küche. Während die fermentierten Eigenschaften gesundheitliche Vorteile bieten können, ist der sehr hohe Salzgehalt zu beachten. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Sojasauce seit Jahrhunderten sowohl als Würzmittel als auch für ihre nährenden Eigenschaften geschätzt.
Nährwerte
Gefahren
- Hoher Natriumgehalt
- Blutdruckerhöhung bei Überdosierung
Warnhinweise
- Sojasauce enthält sehr viel Natrium und sollte bei Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nur sparsam verwendet werden.
- Traditionelle Sojasauce enthält oft Weizen und ist daher nicht glutenfrei. Betroffene sollten spezielle glutenfreie Varianten wählen.
Unverträglichkeiten
- Sojaallergie
- Glutenunverträglichkeit
- Histaminintoleranz
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Sojasauce entsteht durch Fermentation von Sojabohnen mit Salzlake und enthält probiotische Eigenschaften durch den Fermentationsprozess. Der hohe Natriumgehalt von etwa 5-6g pro 100ml macht sie zu einem sehr salzigen Würzmittel. Die enthaltenen Isoflavone aus den Sojabohnen können antioxidative Wirkungen haben. Der intensive Umami-Geschmack entsteht durch freie Aminosäuren wie Glutamat, die während der Fermentation gebildet werden.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Sojasauce als salziges, warmes Nahrungsmittel eingestuft, das die Nieren stärkt und das Qi tonisiert. Die salzige Natur kann bei Nieren-Yang-Mangel unterstützend wirken und die Essenz stärken. Durch den Fermentationsprozess wird die Bekömmlichkeit der Sojabohnen verbessert und die transformierende Wirkung auf die Mitte gestärkt. Bei übermäßigem Verzehr kann jedoch Feuchtigkeit und Hitze entstehen, weshalb eine maßvolle Verwendung empfohlen wird.
Empfohlene Tagesmenge
5-10ml
Ein Teelöffel entspricht etwa 5ml und reicht für eine Portion zum Würzen
Worauf beim Kauf achten
- Wählen Sie traditionell gebraute Sojasauce ohne künstliche Zusatzstoffe und mit längerer Reifezeit
- Achten Sie auf natriumreduzierte Varianten, wenn Sie den Salzkonsum begrenzen möchten
- Für Glutenunverträglichkeit gibt es spezielle weizenfreie Sojasaucen aus reinen Sojabohnen
- Lagern Sie geöffnete Flaschen im Kühlschrank und verwenden Sie sie innerhalb weniger Monate
Häufige Fragen
Ist Sojasauce wegen des hohen Salzgehalts ungesund?
Der hohe Natriumgehalt macht Sojasauce zu einem sehr salzigen Würzmittel, das sparsam verwendet werden sollte. Bei normaler Dosierung als Würze ist sie unbedenklich, bei Bluthochdruck sollte jedoch besonders auf die Menge geachtet werden.
Enthält Sojasauce immer Gluten?
Traditionelle Sojasauce wird oft mit Weizen hergestellt und enthält daher Gluten. Es gibt aber spezielle glutenfreie Varianten, die ausschließlich aus fermentierten Sojabohnen hergestellt werden.
Kann man Sojasauce täglich verwenden?
Bei maßvoller Dosierung von 5-10ml pro Tag ist die tägliche Verwendung unbedenklich. Wichtig ist, den Gesamtsalzkonsum im Blick zu behalten und andere salzige Lebensmittel entsprechend zu reduzieren.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.