Petersilie ist weit mehr als nur eine Dekoration auf dem Teller. Das würzige Kraut zählt zu den nährstoffreichsten Küchenkräutern und übertrifft viele Früchte im Vitamin C-Gehalt. Sowohl in der westlichen Ernährungsmedizin als auch in der TCM wird Petersilie für ihre vielfältigen gesundheitlichen Eigenschaften geschätzt. Die beiden Hauptsorten - glatte und krause Petersilie - unterscheiden sich geschmacklich, wobei die glatte Variante intensiver im Aroma ist.
Größere Mengen Petersilie sollten in der Schwangerschaft vermieden werden, da sie wehenfördernd wirken können.
SchwangerschaftDosierung
Nierenprobleme
Bei Nierensteinen oder Nierenerkrankungen sollte der Verzehr mit dem Arzt besprochen werden.
NierenOxalate
Westliche Medizin vs. TCM
WESTLICHE MEDIZIN
Petersilie ist eine der reichsten natürlichen Vitamin C-Quellen und übertrifft sogar Zitrusfrüchte. Das enthaltene Apigenin wirkt entzündungshemmend und antioxidativ. Die ätherischen Öle unterstützen die Verdauung und können antimikrobiell wirken. Studien zeigen positive Effekte auf die Eisenaufnahme durch den hohen Vitamin C-Gehalt. Das Chlorophyll kann bei Mundgeruch helfen und wirkt desodorierend.
Petersilie wird in der TCM als leicht wärmend eingestuft und dem Funktionskreis Niere und Blase zugeordnet. Sie soll das Nieren-Yang stärken und die Wasserausscheidung fördern. Die grüne Farbe nährt nach TCM-Verständnis die Leber und unterstützt den freien Qi-Fluss. Petersilie wird traditionell bei Wasseransammlungen und zur Blutreinigung eingesetzt. Sie harmonisiert die Mitte und unterstützt die Verdauungskraft.
Thermik:Leicht warm
Geschmack:Bitter, scharf
Meridiane:Niere, Blase, Leber
Wirkung:Qi bewegend, wassertreibend
Empfohlene Tagesmenge
1-2 Teelöffel
Frische Petersilie täglich, größere Mengen nur gelegentlich
Worauf beim Kauf achten
Frische Petersilie mit kräftig grünen, nicht welken Blättern wählen
Im Kühlschrank in feuchtem Küchenpapier eingewickelt bis zu einer Woche haltbar
Getrocknete Petersilie verliert viel Vitamin C, daher frische bevorzugen
Beim Kauf auf Bioqualität achten, da Petersilie Schadstoffe anreichern kann
Häufige Fragen
Kann man Petersilienstiele mitessen?
Ja, die Stiele enthalten sogar mehr Nährstoffe als die Blätter und können mitgekocht oder fein gehackt verwendet werden. Sie haben einen intensiveren Geschmack und sollten daher sparsamer dosiert werden.
Hilft Petersilie wirklich gegen Mundgeruch?
Das enthaltene Chlorophyll kann tatsächlich geruchsneutralisierend wirken. Besonders nach dem Verzehr von Knoblauch kann das Kauen frischer Petersilie den Atem erfrischen.
Wieviel Petersilie ist unbedenklich?
Als Gewürz verwendet ist Petersilie unbedenklich. Größere therapeutische Mengen sollten vermieden werden, besonders in der Schwangerschaft oder bei Nierenproblemen.
Hinweis: Die Inhalte auf wie-gesund-ist.de dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte ärztlichen Rat einholen.