Pastrami
Bos taurus (gepökelt und geräuchert)
Auch bekannt als: Pastrami-Schinken, Rinderpastrama, Pastrama
Pastrami ist gepökeltes, geräuchertes und mit einer dicken Gewürzkruste aus Pfeffer und Koriander ummanteltes Rindfleisch, ursprünglich aus der jüdisch-osteuropäischen Küche New Yorks. Traditionell wird dafür die Rinderbrust verwendet, ein durchwachsenes Stück, das durch die lange Garzeit trotz seiner Zähigkeit butterzart wird. Die Pökelung mit Nitriten und der hohe Natriumgehalt gelten als Kritikpunkte bei regelmäßigem Verzehr.
Nährstoffprofil (je 100 g)
Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 170204, Stand 2026-08-29
Nachhaltigkeit
Als verarbeitetes Rindfleischprodukt hat Pastrami einen hohen ökologischen Fußabdruck durch Tierhaltung und Verarbeitung.
Gefahren
- Hoher Natriumgehalt
- Nitritbelastung
- Gesättigte Fette
Warnhinweise
- Der hohe Natriumgehalt kann den Blutdruck erhöhen und sollte bei Hypertonie gemieden werden.
- Gepökeltes Fleisch enthält Nitrite, die bei häufigem Verzehr gesundheitliche Risiken bergen können.
Unverträglichkeiten
- Histaminintoleranz
- Nitritunverträglichkeit
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Was Pastrami von einfachem Rauchfleisch unterscheidet, ist die Kombination aus drei Verfahren nacheinander: Pökeln, Räuchern und abschließendes stundenlanges Dämpfen, bevor es aufgeschnitten wird. Diese Dreifachbehandlung macht auch günstigere, sehnige Fleischstücke zart, weshalb Pastrami traditionell aus preiswerter Brust statt teurem Filet hergestellt wird. Im New Yorker Deli wird es meist handgeschnitten und dick aufgeschichtet zwischen zwei Scheiben Roggenbrot serviert.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird geräuchertes und gepökeltes Fleisch als thermisch warm eingestuft und dem Herz- sowie Nierenmeridian zugeordnet. Der intensive Räucherungsprozess und die Pökelung erzeugen jedoch Hitze im Körper, die bei übermäßigem Verzehr zu innerer Trockenheit führen kann. Der hohe Salzgehalt kann die Nieren belasten und das Yin schwächen. TCM-Praktiker empfehlen sparsamen Konsum und die Kombination mit kühlenden Gemüsesorten wie Gurke oder Rettich.
Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.
Worauf beim Kauf achten
- Wählen Sie Pastrami ohne künstliche Zusatzstoffe und mit reduziertem Natriumgehalt
- Achten Sie auf Qualitätsfleisch von grasgefütterten Rindern ohne Antibiotika
- Bevorzugen Sie handwerklich hergestellte Varianten gegenüber industriellen Produkten
- Lagern Sie geöffnetes Pastrami maximal 3-5 Tage im Kühlschrank bei 2-4°C
Häufige Fragen
Wie oft darf man Pastrami essen?
Aufgrund des hohen Natriumgehalts und der Nitrite sollte Pastrami nur gelegentlich, etwa einmal pro Woche in kleinen Mengen, konsumiert werden. Regelmäßiger Verzehr kann gesundheitliche Risiken bergen.
Ist Pastrami für Sportler geeignet?
Pastrami liefert hochwertiges Protein für den Muskelaufbau, jedoch macht der hohe Natriumgehalt es für Sportler problematisch. Bessere Proteinquellen sind unverarbeitetes Fleisch oder pflanzliche Alternativen.
Kann man Pastrami bei Bluthochdruck essen?
Bei Bluthochdruck sollte Pastrami aufgrund des hohen Natriumgehalts gemieden werden. Eine übliche Portion von 30-50 Gramm enthält bereits rund 320 bis 540 Milligramm Natrium.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.