Amaranth
Amaranthus caudatus
Amaranth zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und war bereits bei den Azteken ein Grundnahrungsmittel. Das kleine Korn ist botanisch gesehen kein echtes Getreide, sondern gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Mit seinem nussigen Geschmack und der beeindruckenden Nährstoffdichte hat sich Amaranth als glutenfreie Alternative zu herkömmlichen Getreidesorten etabliert. Die winzigen Körner enthalten mehr Protein als die meisten anderen pflanzlichen Lebensmittel und versorgen den Körper mit wichtigen Mineralstoffen.
Nährwerte
Warnhinweise
- Amaranth enthält Oxalate, die bei Personen mit Nierensteinen problematisch sein können.
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Amaranth gilt als Pseudogetreide und ist von Natur aus glutenfrei. Mit seinem hohen Proteingehalt von über 13 Gramm pro 100 Gramm liefert er alle essentiellen Aminosäuren und ist damit eine vollwertige Proteinquelle. Der hohe Gehalt an Eisen, Magnesium und Phosphor macht ihn besonders wertvoll für die Mineralstoffversorgung. Studien zeigen, dass Amaranth aufgrund seines niedrigen glykämischen Index zur Blutzuckerstabilisierung beitragen kann.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Amaranth als neutral bis leicht wärmend eingestuft und dem süßen Geschmack zugeordnet. Er tonisiert das Milz-Qi und stärkt die Verdauungskraft, wodurch er bei Schwäche und Erschöpfung eingesetzt wird. Amaranth nährt das Blut und kann bei Blutmangel-Zuständen hilfreich sein. Seine erdende Wirkung macht ihn zu einem wertvollen Nahrungsmittel für Menschen mit unruhigem Geist und schwacher Konstitution.
Empfohlene Tagesmenge
50-100g
Als Beilage oder Hauptkomponente, entspricht etwa 3-6 Esslöffeln der trockenen Körner
Häufige Fragen
Wie bereite ich Amaranth richtig zu?
Amaranth wird wie Reis zubereitet - 1 Teil Amaranth mit 2,5 Teilen Wasser etwa 20 Minuten köcheln lassen. Die Körner werden nicht vollständig weich, sondern behalten einen leichten Biss. Vor dem Kochen sollten die Körner kurz abgespült werden.
Kann Amaranth auch roh gegessen werden?
Roher Amaranth ist schwer verdaulich und sollte immer gekocht oder gepufft verzehrt werden. Die rohen Körner enthalten Saponine, die erst durch Erhitzen neutralisiert werden. Gepuffter Amaranth kann direkt verzehrt werden.
Wie unterscheidet sich Amaranth von Quinoa?
Beide sind Pseudogetreide, aber Amaranth hat kleinere Körner und einen intensiveren, nussigeren Geschmack. Amaranth enthält etwas mehr Protein und Eisen als Quinoa, während Quinoa mehr Folsäure liefert. In der Zubereitung sind beide ähnlich vielseitig einsetzbar.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.