Ultra-verarbeitete Lebensmittel
Industriell stark verarbeitete Produkte mit vielen Zusatzstoffen, die kaum noch Ähnlichkeit mit natürlichen Zutaten haben.
Ultra-verarbeitete Lebensmittel sind industrielle Erzeugnisse mit vielen Zutaten – darunter Zusatzstoffe, Aromen, Emulgatoren und Farbstoffe, die in einer normalen Küche nicht vorkommen. Das NOVA-Klassifikationssystem teilt Lebensmittel in vier Gruppen ein: von unverarbeitet (Gruppe 1) bis ultra-verarbeitet (Gruppe 4). Ultra-verarbeitete Produkte sind typischerweise durch fünf oder mehr Zutaten gekennzeichnet und enthalten kaum noch naturbelassene Bestandteile. Typische Beispiele sind Fertigpizzen, Softdrinks, gezuckerte Frühstücksflocken, Wurstwaren, Chips und Fast Food. Diese Produkte sind günstig, lange haltbar und besonders schmackhaft. Studien zeigen, dass ihr hoher Konsum mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Übergewicht und Darmkrebs verbunden ist. In den USA gelten über 70% des Lebensmittelangebots als ultra-verarbeitet. Ein einfacher Orientierungshinweis: Je länger die Zutatenliste und je unbekannter die Begriffe darauf, desto stärker ist das Produkt verarbeitet.
Verwandte Begriffe:
Ballaststoffe