Hummer
Homarus gammarus
Hummer gilt als Delikatesse der Meere und punktet nicht nur geschmacklich, sondern auch ernährungsphysiologisch. Das edle Schalentier liefert hochwertiges Protein und wertvolle Mineralien bei relativ wenigen Kalorien. Trotz seines Luxus-Images bringt Hummer interessante gesundheitliche Aspekte mit sich. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird er als kräftigendes Nahrungsmittel geschätzt, das besonders die Nieren-Energie stärken soll.
Nährwerte
Gefahren
- Cholesterin
- Purine
- Schwermetalle
Warnhinweise
- Hummer enthält viel Cholesterin und sollte bei erhöhten Blutfettwerten nur in Maßen konsumiert werden.
- Schalentierallergien sind häufig und können schwere Reaktionen auslösen.
Unverträglichkeiten
- Schalentierallergie
- Histaminintoleranz
Westliche Medizin vs. TCM
Westliche Medizin
Hummer ist eine ausgezeichnete Proteinquelle mit allen essentiellen Aminosäuren. Er liefert wichtige Mineralien wie Zink, Selen und Jod, die für Immunsystem und Schilddrüsenfunktion essentiell sind. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Herzgesundheit und wirken entzündungshemmend. Der hohe Gehalt an B-Vitaminen fördert den Energiestoffwechsel und die Nervenfunktion. Trotz des Cholesteringehalts zeigen Studien, dass der Verzehr von Meeresfrüchten in moderaten Mengen das Herz-Kreislauf-Risiko nicht erhöht.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der TCM wird Hummer als thermisch neutral bis kühl eingestuft und dem salzigen Geschmack zugeordnet. Er nährt das Nieren-Yang und stärkt die Essenz, wodurch er besonders bei Schwäche und Erschöpfung geschätzt wird. Seine Wirkung auf die Nieren-Meridiane unterstützt die Fortpflanzungsfunktion und stärkt die Konstitution. Hummer wird traditionell zur Kräftigung nach Krankheit und zur Förderung der Vitalität eingesetzt. Aufgrund seiner nährenden Eigenschaften gilt er als wertvolles Tonikum für geschwächte Personen.
Empfohlene Tagesmenge
100-150g
Als gelegentliche Delikatesse, nicht täglich aufgrund des Cholesteringehalts
Worauf beim Kauf achten
- Frischen Hummer am lebenden Zustand oder klaren Augen erkennen
- Tiefgekühlte Exemplare sollten fest und ohne Gefrierbrand sein
- Gekochter Hummer sollte eine leuchtend rote Farbe haben
- Auf Herkunft und nachhaltige Fischerei achten
Häufige Fragen
Wie oft kann man Hummer essen?
Aufgrund des hohen Cholesteringehalts sollte Hummer nur gelegentlich, etwa einmal pro Woche, genossen werden. Bei erhöhten Blutfettwerten ist besondere Zurückhaltung geboten.
Ist Hummer schwer verdaulich?
Hummer ist grundsätzlich gut verdaulich, da er fettarm ist. Das Protein kann jedoch bei empfindlichen Personen länger im Magen verweilen. Langsames Essen und gutes Kauen erleichtern die Verdauung.
Welche Nährstoffe machen Hummer besonders wertvoll?
Hummer überzeugt durch hochwertiges Protein, Zink für das Immunsystem und Omega-3-Fettsäuren für die Herzgesundheit. Besonders der hohe Selengehalt wirkt antioxidativ und schützt die Zellen.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.