Chips
Natürlich Vorsicht

Chips

Solanum tuberosum (verarbeitet)

Auch bekannt als: Kartoffelchips, Crisps, Knabberchips, Stapelchips, Kesselchips

15
Ungesund von 100 Punkten

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Aus einer praktisch fettfreien Kartoffel werden beim Frittieren zu Chips knapp 35 Gramm Fett je 100 Gramm – mehr als ein Drittel des Gewichts. Die hohen Temperaturen beim Frittieren erzeugen außerdem Acrylamid, dem eine krebserregende Wirkung zugeschrieben wird und das die EU seit 2018 mit Richtwerten für die Lebensmittelindustrie reguliert. Von Kalium und Vitamin C, die die rohe Kartoffel liefert, bleibt nach der Verarbeitung nur ein Bruchteil übrig.

Nährstoffprofil (je 100 g)

Histamin
mittel
Fett
35.0 g
Protein
7.0 g
Ballaststoffe
4.0 g
Vitamin C
13.0 mg

Nährwerte: USDA FoodData Central (SR Legacy), Eintrag 169677, Stand 2026-09-01

Nachhaltigkeit

Hoher Energieverbrauch Verarbeitetes Produkt

Die industrielle Herstellung von Chips erfordert viel Energie für Frittieren und Verpackung, zudem fallen oft Palmöl-basierte Frittierfette an.

Gefahren

  • Gewichtszunahme
  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Belastung
  • Acrylamidbildung

Warnhinweise

  • Regelmäßiger Verzehr kann zu Gewichtszunahme und Fettleibigkeit führen.
  • Kann bei empfindlichen Personen den Blutdruck erhöhen und die Nieren belasten.
  • Industriell verarbeitete Fette können das Herz-Kreislauf-System belasten.

Unverträglichkeiten

  • Glutenunverträglichkeit (gewürzte Sorten)
  • Laktoseintoleranz (käsegewürzte Sorten)

Westliche Medizin vs. TCM

Westliche Medizin

Der hohe Anteil an gesättigten und teils gehärteten Fetten kann bei regelmäßigem Verzehr das Herz-Kreislauf-System belasten, der Salzgehalt von häufig über 1 Gramm pro 100 Gramm den Blutdruck beeinflussen. Beides summiert sich schnell, wenn Chips nicht als gelegentlicher Snack, sondern als regelmäßiger Bestandteil der Ernährung gegessen werden.

Wirkstoff Acrylamid, gesättigte Fette
Evidenz Hoch (negative Effekte)
Dosierung Maximal 25g täglich

Traditionelle Chinesische Medizin

Chips gelten in der TCM als stark erhitzend und befeuchtend, was zu innerer Hitze und Schleim-Bildung führen kann. Die fettige, salzige Natur belastet Milz und Magen und schwächt die Verdauungsenergie. Frittierte Nahrungsmittel erzeugen pathogene Feuchtigkeit und können zu Hautproblemen und Verdauungsbeschwerden führen. Der hohe Salzgehalt kann die Nieren-Yang-Energie schwächen. Regelmäßiger Verzehr wird als Ursache für Qi-Stagnation und Blut-Stase gesehen.

Thermik Heiß
Geschmack Salzig, fettig
Meridiane Milz, Magen, Niere
Wirkung Befeuchtend, erhitzend

Angaben nach gängiger TCM-Literatur. Zuordnungen von Thermik, Geschmack und Meridianen unterscheiden sich je nach Quelle.

Worauf beim Kauf achten

  • Chips mit weniger Salz und ohne Geschmacksverstärker wählen
  • Auf Backofen-Chips umsteigen, die weniger Fett enthalten
  • Kleine Portionspackungen kaufen zur besseren Portionskontrolle
  • Bio-Chips bevorzugen, die ohne künstliche Zusatzstoffe auskommen

Häufige Fragen

Sind Chips aus dem Backofen gesünder?

Gebackene Chips enthalten deutlich weniger Fett als frittierte Varianten, meist nur 3-5g statt 35g pro 100g. Sie haben dadurch auch weniger Kalorien und sind etwas bekömmlicher.

Wie oft kann man Chips essen?

Chips sollten nur gelegentlich als Genussmittel verzehrt werden, idealerweise nicht öfter als einmal pro Woche in kleinen Mengen. Bei täglichem Konsum steigt das Risiko für Übergewicht und Herz-Kreislauf-Probleme deutlich.

Welche Alternativen gibt es zu herkömmlichen Chips?

Gesündere Alternativen sind Gemüsechips aus Rote Bete oder Süßkartoffeln, geröstete Kichererbsen oder Nüsse. Diese liefern mehr Nährstoffe und weniger problematische Fette.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden bitte eine Fachperson konsultieren.